Einsam? So wirst du ein wahrer Freund

So wirst du ein wahrer Freund

Freunde sind wie kunterbunte Blüten, die auf einer grünen Wiese erblühen. Sie sind wie leuchtende Sterne in einer finsteren Nacht. Sie sind das Netz, das dich fängt, für den Fall, dass du fällst. Wahre Freunde sind wie der Wind, der die grauen Wolken vertreibt. Sie machen dein Leben einfach glücklicher.

Wünschst du dir wahre Freunde, musst du selbst ein wahrer Freund sein.

Sich selbst zu mögen ist eine wichtige Voraussetzung, um seine Mitmenschen wertschätzen zu können. Darum hast du dir mithilfe der letzten beiden Teile (Big-Five-Modell und Date mit dir selbst) ein Grundverständnis für die Vielfältigkeit der Charaktere erarbeitet sowie gelernt, deine eigene Individualität zu lieben.

Jetzt, wo du so gut mit dir selbst zurechtkommst, bist du erst richtig bereit für wahre Freundschaften. Aber warum bereichert eine Freundschaft dein Leben überhaupt? Was macht einen wahren Freund aus? Wer eignet sich für eine Freundschaft mit dir? Und wie kannst du deine Freundschaften erhalten?

Starten wir mit der Frage:

Warum sind gute Freundschaften so wichtig?

Einsamkeit löst Gefühle der Unsicherheit in uns aus. Wer sich hingegen eingebettet in einem Netz von wohlgesonnenen Mitmenschen befindet, fühlt sich aufgefangen. Denn das Wissen, da gibt es jemanden, der einen versteht und dem man vertraut, wirkt beruhigend auf das Gemüt. Dabei müssen es nicht viele solcher Verbindungen sein, die einem Halt geben. Zwei bis fünf enge Bezugspersonen reichen aus, um Gefühle der Einsamkeit zu vertreiben.

Menschen um sich zu haben, die einen so mögen wie man ist, trotz dass sie die Schwächen kennen, die man vor der Gesellschaft zu verbergen sucht, stärken das Selbstwertgefühl enorm. Das bewirkt, dass man sich im Alltag auch in unangenehmen Situationen besser behaupten kann.

Jeder soziale Kontakt, den wir pflegen – und sei er auch noch so flüchtig -, schult unsere Fähigkeiten im Umgang mit Menschen. Deshalb wirken isoliert lebende Menschen oft etwas verschroben. Sie sind einfach aus der Übung. Selbst wenn du die Einsamkeit bevorzugst, weil du stark introvertiert bist, solltest du dich um wenigstens zwei enge Freunde bemühen, die du regelmäßig triffst. Denn der Mensch braucht ein Mindestmaß an Geselligkeit, um sich gesund entwickeln zu können. Außerdem trägt die Vertrautheit mit anderen erheblich zum Glücklichsein bei.

Was macht dich zu einem wahren Freund?

Wie schon gesagt: Zunächst musst du selbst ein echter Freund werden.

Und zwar als erstes dir selbst gegenüber! Nur wenn du mit dir selbst im Reinen bist, kannst du Menschen in dein Leben ziehen, die wirklich zu dir passen und ihnen ein richtiger Freund werden. Bist du aber mit dir selbst unzufrieden, wirst du versuchen, dich vor anderen zu verstellen. Das verbaut dir jedoch den Weg zu wahren Freundschaften. Denn wie soll jemand, der mit dir harmoniert, dich erkennen, wenn du dich mit einem falschen Selbst kostümierst? Ein echter Freund mag dich mit all deinen Vor- und Nachteilen. Und das macht eine Freundschaft doch gerade so wertvoll! Sei also in erster Linie dir selbst ein guter Freund.

Der Glückspfad hat dich ja bereits zu dir selbst geführt. Bleib also dran an der Erforschung deines außergewöhnlichen Wesens! Bist du auf anderen Wegen dazugestoßen, macht es Sinn, wenn du dich erstmal mit dem Big-Five-Modell vertraut machst, um ein Verständnis für die Vielfältigkeit der Charaktere zu bekommen, und danach in einem Date mit dir selbst die Liebe zu dir entdeckst.

Indem du dich selbst gut kennst und respektvoll mit dir umgehst, kannst du das ebenso an andere weitergeben. Wie du, ist auch jeder andere einzigartig in seinem Charakter, seinen Wertvorstellungen, Interessen und Fähigkeiten. Du solltest die Menschen nicht verändern wollen – lerne sie zu verstehen! Denn nicht jeder wird mit dir harmonieren. Schenke deshalb denjenigen, mit denen du dich unwohl fühlst, nicht so viel Aufmerksamkeit. Konzentriere dich stattdessen auf die Menschen, die dir sympathisch sind, und akzeptiere sie wie sie sind mit all ihren guten und schlechten Seiten. Damit kommen wir zur nächsten Frage:

Wer eignet sich für eine Freundschaft mit dir?

Im Grunde eignet sich jeder für eine freundschaftliche Beziehung, der ähnliche Werte verfolgt wie du selbst.

Bist du schon einmal einem Menschen begegnet, der zwar die gleichen Interessen oder Hobbys hatte wie du, mit dem du dennoch nichts anfangen konntest? Eigentlich hättet ihr euch doch gut verstehen müssen, oder? Aber irgendwie seid ihr euch nicht grün geworden. Das liegt daran, dass die andere Person komplett anders denkt als du, weil ihre Ideale andere sind. Je weiter die Lebensgrundsätze deines Gegenübers von deinen eigenen Vorstellungen abweichen, desto unsympathischer seid ihr euch. Das bedeutet umgekehrt, dass die Sympathie zunimmt, je mehr Werte übereinstimmen. 

Da das Leben zu kurz ist, um es mit Menschen zu teilen, die nicht zu dir passen (man kann nun mal nicht mit jedem harmonieren), solltest du dich ab heute auf die Menschen konzentrieren, mit denen du sympathisierst.

Gehe einmal alle Familienmitglieder, aktuelle Freunde und Bekannte durch und identifiziere jene, mit denen du dich am wohlsten fühlst, mit denen du es genießt deine Zeit zu verbringen. Das sind diejenigen, die dich bereichern und zu denen du eine Beziehung aufrechterhalten solltest.

Wie pflegst du deine Freundschaften?

Je nachdem, wie ausgeprägt deine Extraversion ist, kannst du dich täglich, wöchentlich oder monatlich um deine Kontakte bemühen. Entscheide selbst, wie oft du deine Freunde und Verwandten um dich haben möchtest. Wichtig ist, du räumst dir wirklich regelmäßig Zeit für deine Liebsten ein. Plane das ruhig in deinem Kalender ein, in welchem Rhythmus du wen sehen willst und verabrede dich dann mit der ausgewählten Person oder auch mehreren Leuten gleichzeitig, wenn du magst.

Extrovertierten muss ich das sicherlich nicht sagen. Introvertierte hingegen, kommen meist so gut allein zurecht, dass ihnen das Kontakte halten mitunter schwerfällt. Bist du also jemand, der seine Energie nach innen richtet, lege ich dir das besonders ans Herz, dir die Zeit für andere einzuplanen. Ich kenne das von mir: Wenn ich mich nicht selbst daran erinnere, würden Wochen ins Land gehen, ohne jemanden kontaktiert zu haben.

Dabei tut es so gut, sich mit Menschen, die man mag, auszutauschen, ihren Geschichten zu lauschen, zu lachen oder gemeinsam etwas zu erleben. Es macht das Leben reicher, intensiver und glücklicher. Zudem erhöhst du die Chancen auf neue Bekanntschaften.

Was kannst du sonst noch für eine gelungene Freundschaft tun?

Tja, alles, was du selbst von einem guten Freund erwartest.  Dazu ein passendes Zitat aus China:

„Wenn du interessant sein möchtest, sei interessiert; wenn du Freude haben möchtest, erfreue; wenn du geliebt werden möchtest, sei liebenswert; wenn dir geholfen werden soll, sei selbst hilfreich.“

Damit ist eigentlich alles gesagt. 😉

Glücksliste

Nimm dir nun die Zeit, um folgende Punkte für dich abzuhaken:

  • Erkenne die Einzigartigkeit deiner Mitmenschen an und akzeptiere, dass nicht jeder handelt wie du selbst. Ggf. gehst du noch einmal das Big-Five-Modell durch, um deine Menschenkenntnis zu schulen.
  • Suche in deinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis die Menschen heraus, mit denen du dich am wohlsten fühlst, die dir guttun und die möglichst ähnliche Werte wie du pflegen. Frage dich, wie oft du wen sehen möchtest und wie du es zeitlich unterbringen kannst. Plane dir dann regelmäßige Treffen mit ihnen ein.
  • Genieße jedes Treffen mit deinen Freunden, Verwandten oder Bekannten und sorge dafür, dass sie es genauso genießen, indem du gut zuhörst, Bedürfnisse erkennst, sie aber auch an deinem Leben teilhaben lässt und evtl. gemeinsam mit ihnen Unternehmungen planst.

Nun kann es sein, dass du – wenn du nicht schon einen großartigen Partner hast – der Liebe deines Lebens begegnest. Aber wie hältst du diese Liebe am Leben, sobald die ersten Schmetterlinge verflogen sind? Dazu kommen wir im nächsten Teil.

Bist du gerade nicht verliebt, hast keinen Partner an deiner Seite oder reichen dir sogar gute Freundschaften aus, kannst du die nächsten beiden Teile überspringen und dich schon jetzt deiner FREIHEIT widmen.

Bist du alleinerziehendes Elternteil, könnte dich vielleicht interessieren, wie du die gesunde Entwicklung deiner Kinder förderst.

Photo by Novak Janković from Pexels

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