Kinderwunsch? So entscheidest du dich für glückliche Kinder

glückliche Kinder

Es ist eine Entscheidung, die dein ganzes Dasein verändert, wenn du dich entschließt, neues Leben zu schenken.

Von da an trägst du (und dein Partner) nämlich nicht nur Verantwortung über dein eigenes Glück, sondern auch über das eines kleinen Menschen. Zu viele Kinder werden vernachlässigt, bekommen zu wenig Liebe von ihren Eltern, wachsen einfach nebenbei auf, weil ihnen nicht die Priorität eingeräumt wird, die ihnen zusteht. Doch nicht das Kind sucht sich aus, auf die Welt zu kommen, sondern die Eltern. Deshalb sollte diese Entscheidung wirklich bewusst getroffen werden. Es ist eine Entscheidung fürs Leben!

Ein Kind ist keine Puppe, die man irgendwann im Schrank verstauen kann, wenn man keine Lust mehr hat, sich mit ihr zu beschäftigen. Ein Kind ist auch keine Katze, der man schnell mal das Futter hinstellt und dann geht sie wieder ihres Weges. Stattdessen erfordert ein Kind sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit. Bist du nicht bereit das zu geben, dann solltest du nicht noch so ein armes, ungeliebtes Wesen in die Welt setzen.

Jedes Kind, dessen Bedürfnisse nicht gedeckt werden, leidet. Luxus ersetzt keine Liebe!

In diesem Beitrag möchte ich dich dazu anregen, wirklich genau zu überprüfen, ob Kinder in dein Leben passen. Ich möchte nicht nur zu mehr Zufriedenheit verhelfen, sondern auch das Bewusstsein für jene erwecken, die noch nicht geboren wurden. Wenn diese zukünftigen Erdenbewohner bereits glücklich aufwachsen dürften, wie viel besser wäre diese Welt wohl?

Zunächst verschaffen wir uns einen Überblick darüber, was Kinder glücklich macht, bevor wir uns mit der Entscheidung näher befassen.

Was brauchen glückliche Kinder?

Gute Eltern sind bestenfalls mit sich selbst im Reinen. Denn so steht die Chance nicht schlecht, dass sich die Zufriedenheit auf das eigene Kind (oder die Kinder) überträgt. Auf dem Glückspfad hast du schon einiges für dein Gleichgewicht tun können: Wenn Körper und Geist gesund sind und mit Liebe erfüllt, geht’s dir gut. Dasselbe gilt für den Nachwuchs.

Deshalb eine kleine Anregung, wie der Neuzuwachs eine fröhliche Kindheit erfährt und zudem auf sein Leben vorbereitet wird:

1. Gesunde Ernährung

Wenn du dich bereits gesund ernährst, dürfte es dir nicht schwerfallen, diese Gewohnheit mit deinem Nachwuchs zu teilen. Zur Erinnerung kannst du gerne noch einmal hier nachlesen, wie du gesunde Ernährung in sechs Schritten umsetzt. Spare lieber an anderen Dingen, aber nicht an der Gesundheit deiner Familie!

2. Für ausreichend Bewegung sorgen

Nimm deine Kinder mit auf Spaziergänge in den Wald oder Park. Vielleicht gibt es unterwegs sogar einen Spielplatz zu besuchen, wo sich die Kleinen austoben können. Macht es doch zu einem Familienritual an den Wochenenden kleine Wanderungen zu unternehmen. Denn das tut den Eltern wie den Kindern gut und stärkt den familiären Zusammenhalt. Hier kannst du dich noch einmal in das Thema vertiefen.

3. Einschlafrituale für erholsamen Schlaf

Die Kinder zu Bett zu bringen, kann sich manchmal als schwierig gestalten, wenn die Kleinen keine Ruhe geben wollen. Mit einem Einschlafritual wird sich das bessern. Lese jeden Abend im Bett eine Geschichte vor und/ oder kuschelt gemeinsam. Das entspannt und das Kind kann beruhigt in die Traumwelt gleiten.

4. Lerne dein Kind zu verstehen

Wie jeder Mensch, hat auch der Nachwuchs eine Reihe Gefühle, mit denen er lernen muss umzugehen. Gib dem Kind die Chance, sie auszudrücken, denn sonst kann es passieren, dass es sie unterdrückt und du am Ende nicht mehr weißt, wie es ihm geht. Redet also offen über Gefühle jeglicher Art und ergründet, wo sie herkommen und wie sie entstehen. Eine Gefühlssammelbox (z.B. selbstgebastelt aus Karton), in dem das Schulkind seine Glücksmomente, Freuden aber auch Sorgen und negative Gefühle zum Ausdruck bringen kann, könnte dabei hilfreich sein. An einem festen Tag in der Woche sprecht ihr schließlich über den Inhalt (vielleicht bei einem Spaziergang?). Euer Kind fühlt sich dadurch ernstgenommen und eure Verbindung zueinander wird gestärkt.

5. Beziehe die Kinder Schritt für Schritt in den Haushalt ein

Ja, der Nachwuchs darf euch im Haushalt sehr gerne unterstützen. Es entlastet euch, die Eltern, was wiederum den Stresspegel senkt und somit für ein gutes Klima in der Familie sorgt. Das Kind lernt Verantwortung zu übernehmen und fühlt sich nützlich, was das Selbstwertgefühl steigert. Also fange schon im Kleinkindalter an es an einfache Aufgaben zu gewöhnen, wie nach dem Spielen die Sachen wieder einzuräumen. Später kann es den Müll rausbringen, den Geschirrspüler ausräumen, sein komplettes Zimmer in Ordnung halten. Lass dich zum Thema Haushalt hier noch einmal inspirieren, wenn du willst.

6. Mach dein Kind stark

Wenn du Schritt 4 umgesetzt hast, wird dein Kind dir vielleicht auch über eventuelle Probleme mit Mitschülern berichten. Nimm sie ernst und bringe deinem Schützling bei, wie es damit umgehen kann. Achte auf eine gesunde Entwicklung seiner sozialen Kompetenzen. Ermutige es dazu, das Gespräch mit den Mitschülern zu suchen, statt den Frust in sich hineinzufressen. Anschließend fragst du es, wie das Gespräch gelaufen ist. Somit nimmst du Anteil an seinem Leben und stärkst sein Selbstvertrauen. Hier findest du außerdem nochmal etwas zum Thema Mobbing.

7. Beobachte, analysiere, fördere

Dein Kind ist ein eigenständiges Wesen, das durchaus ganz andere Charakterausprägungen, Fähigkeiten und Interessen haben kann als du. Die Aufgabe der Eltern ist es, das Kind auf seinem Weg zu entdecken und zu begleiten, nicht aber es verändern zu wollen. Beobachte seinen Charakter, analysiere seine Stärken sowie Schwächen und fördere seine angeborenen Begabungen. Du kannst ihm zudem entsprechende Werte vermitteln, an denen es sich entlanghangeln kann, um ein guter Mensch zu werden. Aber sein Wesen solltest du so annehmen, wie es ist.

8. Freundschaften

Freunde sind wichtig für die gesunde Entwicklung deines Sprösslings. Deshalb sorge dafür, dass er beizeiten Spielkameraden findet. Das kannst du z.B. durch Kindergeburtstage fördern, Ausflüge mit anderen Eltern und deren Nachwuchs oder auch Hobbys in Vereinen, die seinen Interessen entsprechen.

***

Wenn dir das alles bereits zu viel ist und du denkst, dafür könntest du niemals Zeit und Geduld aufbringen, sind Kinder womöglich nicht das Richtige für dich. Um das zu überprüfen, folgt nun die nächste Anregung – und zwar die, um abzuwägen, wie du dich entscheiden kannst.

Möchtest du Kinder?

Entscheidungshilfe 1: Vor-/ Nachteile der Kinderlosigkeit

Vorteile

  • Deine Freizeit gehört dir.
  • Du hast mehr Zeit mit deinem Partner.
  • Du bist flexibel.
  • Du bist ausgeruhter.
  • Du musst dir keine Sorgen um die Kinder machen.
  • … (ergänze die Liste nach Bedarf)

Nachteile

  • Die Gesellschaft kritisiert Kinderlosigkeit oftmals.
  • Es fehlt die besondere Erfahrung, das eigene Kind aufwachsen zu sehen.
  • Das Risiko im Alter ganz allein zu sein, ist höher.
  • Die einzigartigen Glücksmomente, die Kinder bringen, fehlen.
  • Die Frage, ob man es irgendwann bereut, bleibt zunächst offen.

Entscheidungshilfe 2: Vor-/ Nachteile einer Elternschaft

Vorteile

  • Kinder lieben ihre Eltern bedingungslos.
  • Familie ist Heimat.
  • Kinder vermögen dem Leben einen Sinn zu geben.
  • Auf lange Sicht macht der Nachwuchs die Eltern glücklich.
  • Das Risiko im Alter ganz allein zu sein, sinkt etwas.

Nachteile

  • Schlaflose Nächte gerade in der Anfangszeit.
  • Es bleibt kaum mehr Zeit für eigene Bedürfnisse.
  • Die gemütliche Zweisamkeit bleibt auf der Strecke.
  • Chaos breitet sich schnell aus.
  • Sorgen um die Kinder bestehen ein Leben lang.

Letztendlich muss jeder die Entscheidung für sich selbst treffen.

Wenn du du es kaum erwarten kannst, deinem Sprössling all die Liebe in dir zu schenken, mit ihm gemeinsam die Welt zu entdecken und sind auch sonst die Gegebenheiten günstig (stabile Partnerschaft, geregeltes Einkommen), dann bist du bereit für diese Herausforderung des Lebens.

Empfindest du jedoch eher Abneigungen gegen die elterlichen Aufgaben, bist nicht gewillt, die Energie und Zeit für deinen Nachwuchs aufzubringen, hast vielleicht ganz andere Pläne im Leben, dann bist du wahrscheinlich nicht für die Elternschaft gemacht oder einfach noch nicht so weit, dich um ein hilfloses Geschöpf zu kümmern. Lass dich deshalb von der Gesellschaft und deinem Umfeld nicht unter Druck setzen, denn das Letzte, was die Welt braucht, ist noch ein Kind, das ohne liebevolle Zuneigung groß wird.

Ist der Nachwuchs einmal da, solltest du ihn wirklich zu deiner Priorität machen. Wer neues Leben schenkt, hat die volle Verantwortung dafür, es mit Liebe zu umsorgen. Denn der Schmerz der Vernachlässigung ist nicht einfach zu heilen.

Tritt der Fall ein, dass du keine eigenen Kinder bekommen kannst oder du dich zu spät für deine Nachkommen entscheidest, so dass die biologische Uhr schon aufgehört hat zu ticken, hättest du noch eine Option, um ein Kinderherz glücklich zu machen:

Option: Adoption/ Pflegekind

Quäle dich nicht mit dem Gedanken herum, alles sei verloren, falls du keine eigenen Babys (mehr) in die Welt setzen kannst. Wenn dich die Idee von einem Leben mit Kindern nicht loslässt, könntest du in Erwägung ziehen, einem elternlosen Kind ein zu Hause zu geben, indem du es adoptierst. Oder du schenkst deine Fürsorge einem Pflegekind aus oftmals zerrütteten Verhältnissen.

Beschäftige dich aber ausgiebig mit diesem Thema, denn es ist sicherlich nicht einfach einem fremden, jungen Menschen an ein neues Umfeld zu gewöhnen. Manche von ihnen haben traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, die eine große Herausforderung für beide Seiten darstellen. Dennoch bedeutet es diesen Kindern sehr viel, in einer intakten Familie großwerden zu dürfen, die ihnen Stabilität und Sicherheit bietet.

Deshalb solltest du und dein Partner diese Entscheidung nicht leichtfertig treffen, sondern euch gut damit auseinandersetzten, ob ihr die Kraft und Mittel dazu habt, ein so zerbrechliches Geschöpf bei euch aufzunehmen. Denn es wäre zu schrecklich für das Kind, würde auch diese Familie zerbrechen.

Glücksliste

Was ist also zu tun?

  • Höre in dich hinein. Im Grunde spürt der Mensch, ob er sich für Kinder bereit fühlt. Lass dich also nicht von außen beeinflussen. Die Antwort findest du ohnehin nur in dir selbst!
  • Triff deine Entscheidung verantwortungsvoll und ermögliche deinem Nachwuchs, glücklich aufzuwachsen. Denn sie werden es dir immer danken.

GRATULATION!

Du hast Stufe II. LIEBE geschafft.

Nun hast du dich selbst und die Menschen verstehen gelernt, indem du wahre Freunde gewonnen und die falschen gehen lassen hast. Womöglich ist dir die Liebe deines Lebens begegnet, mit der du nun wunderbare Kinder großziehst oder auch nicht. Wichtig ist, dass dich die Entscheidungen, die du triffst, glücklich machen. Das gelingt, wenn du auf deine innere Stimme, dein Bauchgefühl, deine Intuition hörst.

Damit das noch besser funktioniert, musst du dich frei machen von alten Gedankenmustern, um schließlich dort anzukommen, wo du aus tiefstem Bedürfnis sein möchtest. Ohne diese liebevollen Menschen an deiner Seite, die du auf Stufe II in dein Leben geholt hast, würde dir der Weg zu deiner Bestimmung viel schwerer fallen. Wenn du nun also bereit bist, ein wirklich selbstbestimmtes Leben zu führen und du vollständig bei dir selbst ankommen möchtest, geht der Glückspfad für dich hier in die letzte Runde: III. FREIHEIT

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

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