Ohne Vater: Wie du die negativen Folgen minimierst

Ohne Vater

Viele Kinder wachsen ohne Vater auf, Tendenz steigend.

Fast ist die Abwesenheit des männlichen Parts in der Erziehung eine Normalität. Dabei gehört er zu einer intakten Familie dazu, um den Nachwuchs zu schützen, zu bestärken und seine Entwicklung zu fördern.

Ein Kind ohne Vater leidet. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Nicht nur, dass es mich in Angst und Schrecken versetzt hatte, wenn er unter Alkoholeinfluss Gewalt in die Familie brachte und sie damit auseinanderriss wie einen Vertrag, der seine Gültigkeit verloren hat. Nein, es fehlte all die Jahre meiner Kindheit der liebevolle Umgang zu einer männlichen Bezugsperson, die mich hätte für das Leben stärken sollen. Unsicherheit, Konzentrationsschwäche und Rückzug aus Scham sorgten schlussendlich dafür, dass ich den Anschluss verlor.

Die Rolle eines Vaters ist nicht zu unterschätzen!

Wofür braucht es Väter?

Ein Kinderherz kann brechen, wenn die Eltern sich entzweien. In den meisten Fällen wachsen die Kinder dann bei der Mutter auf. Eine große Leistung, die sie dann allein vollbringen muss. Wenn der Vater verantwortungsvoll ist, wird er sich nicht gänzlich aus seiner Verpflichtung zurückziehen und die Familie weiterhin unterstützen. Doch in vielen Fällen ist es bedauerlicherweise nicht so.  

Dabei erfüllt der Papa wichtige Funktionen für die Entwicklung seiner Sprösslinge. So hat man in verschiedenen Studien festgestellt, dass Kinder engagierter Väter über mehr Selbstbewusstsein und Intelligenz* verfügen als jene, die ohne aufwachsen müssen. Zudem finden Söhne in ihren Vätern eine Identifikationsfigur, während sie bei Töchtern das Männerbild prägen.

Mit Eintritt der Pubertät ist eine präsente Vaterfigur nochmal besonders wichtig. Denn jetzt werden die Weichen gestellt, um in die Welt hineinzuwachsen, seine berufliche Orientierung zu finden, aber auch, um eine starke Persönlichkeit zu entfalten.**

Doch was, wenn der Vater fehlt?

Welche Folgen hat die Vaterentbehrung?

Ohne Vater aufwachsen zu müssen, belastet Kinder sehr stark. Wie auf einem Stuhl, dem ein Bein fehlt, gerät ihr Selbstwert ins Kippeln, sie verlieren schneller den Halt. Das führt dazu, dass sie sich selbst nichts mehr zutrauen, sie sich zurückziehen und die schulischen Leistungen absacken. Wobei Jungen ihre wachsenden Aggressionen mehr nach außen abladen in Form von Gewaltausbrüchen. Mädchen hingegen richten sie eher nach innen gegen sich selbst, wodurch sich häufig psychosomatische Erkrankungen ausbilden.

Ein verlassenes Kind fühlt sich verletzt und wertlos. Dieser innere Kampf, um irgendwie damit zurechtzukommen und die eigenen traurigen Gefühle vor anderen zu verbergen, raubt enorm viel Energie, die der junge Mensch für eine gesunde Entwicklung bräuchte.

Zwar gibt es auch Kinder, die innerlich so stark sind, dass sie nicht unter der Vaterentbehrung leiden. Trotzdem ist es wichtig, es dem Nachwuchs im Falle einer Trennung so leicht wie möglich zu machen, damit sie keinen Schaden erleiden, der meist Jahrzehnte ins Erwachsenenalter reicht.

Umgang mit dem Vaterverlust

Was können Mütter tun?

Trotz Verletzungen, die manchmal mit einer Trennung einhergehen, solltest du als Mutter dich davor hüten, den Vater vor dem Nachwuchs schlecht dastehen zu lassen. Das Kind leidet sowieso genug unter der Aufspaltung seines Zuhauses. Dieser Zwiespalt darf nicht noch gefördert werden.

Wie wir oben gesehen haben, ist der männliche Anteil in der Erziehung wichtig für die gesunde Entwicklung. Darum sollte der Vater auch weiterhin seiner Sorgepflicht nachkommen dürfen, indem das Kind zum Beispiel an zwei Wochenenden im Monat bei ihm lebt.

Natürlich hängt das oft auch von den Umständen ab. Ich wollte nach all dem Schrecken, den mein Vater in der Familie verursacht hatte, keinen Kontakt, weil ich ihn fürchtete. Aber wenn Beziehungen – was nun mal vorkommt – auseinander gehen, weil die beiden Partner nicht mehr glücklich miteinander sind und keinen anderen Weg mehr sehen, als sich zu trennen, dann sollte dem Kind zuliebe eine vernünftige Lösung besprochen werden.

Abgesehen davon ist es wichtig, dass der Nachwuchs die Trennung verarbeitet, um keinen Schaden davon zu tragen. Sprich deshalb offen mit deinem Kind über die Situation. Wenn dir das schwerfällt, such dir Hilfe bei einem Verwandten, einem engen Freund oder einem Psychologen, der mit deinem Sohn oder deiner Tochter darüber redet. Allein wird es dein Kind nicht bewältigen können.

Was müssen Väter tun?

Was für die Muttis gilt, gilt selbstverständlich auch für die Vatis: Es nützt dem Sprössling nichts, die Mutter schlecht zu reden. Das gefährdet nur die ohnehin fragile Bindung.

Wenn du Vater bist, zeige dich der Mutter entgegenkommend, um weiterhin den Kontakt zu deinem Nachwuchs pflegen zu können. Und halte dich verantwortungsvoll an die vereinbarten Regeln. Manchmal neigen Väter nach einer Trennung dazu sich zurückzuziehen, weil plötzlich andere Interessen in den Vordergrund rücken. Aber Kinder lösen sich nicht mit Ende einer Beziehung in Luft auf. Deren Herzen schlagen weiter und sehnen sich nach Zuneigung – ja, auch von dir!

Hilf deinem Kind, die Umstände zu verstehen, aber wohlgemerkt, ohne dabei jemanden abzuwerten. Schenke ihm aber auch Gehör, wenn es über seine Gefühle spricht und gehe darauf ein. Nur wenn der Nachwuchs die Trennung verarbeiten kann, wird es seine weitere Entwicklung nicht stören. Und dann genießt die wenige Zeit zusammen und macht etwas Schönes daraus.

Was hilft dem Kind (selbst im Nachhinein)?

Bist du das Kind, das zwischen den Stühlen sitzt, dann such dir unbedingt jemanden (in der Familie oder dem Freundeskreis) mit dem du über deine Gefühle reden kannst! Es ist wichtig, dass du die Situation verarbeitest.

Ich selbst hatte mich leider niemanden anvertrauen können. Mir wurde suggeriert, dass es peinlich wäre, darüber zu sprechen. Also zog ich mich nach innen zurück und litt im Stillen. Das sorgte für noch größere Probleme, anderen zu vertrauen. Noch heute habe ich meine Problemchen damit. Doch ich lerne damit umzugehen.

Nimm die Vergangenheit an, wie sie ist, und beende die Vorwürfe, die du laut oder nur im Innern deinen Eltern entgegenschleuderst. Vielleicht hat dich die Trennung meilenweit zurückgeworfen und du kannst die Strecke nie mehr aufholen, aber deinen Eltern das ewig nachzutragen, bringt dich auch nicht auf Kurs. Suche dir stattdessen einen neuen Pfad, der dir persönlich gehört und den du mit Freude gehst. Aber lass vorher die alte Last zurück. Das geht nur, wenn du deinen Eltern vergeben und die verlorenen Jahre vergessen kannst. Heute beginnt deine Zukunft, für die du lebst! Also lass das Gestern ziehen…

Jetzt kannst du behaupten, du wirst nie eine gute Beziehung führen können, weil Scheidungskinder nun mal gebrandmarkt sind. Das stimmt aber so nicht! Ich habe dadurch viel für meine eigene Beziehung gelernt – und zwar, was ich nicht will. Schon in meiner Kindheit habe ich mir glückliche Ehepaare in meinem Umfeld als Vorbild herausgesucht und analysiert. Und heute genieße ich mit meinem Partner seit knapp neun Jahren genau das, was ich an meinen Eltern vermisst habe: tiefe Zuneigung, gegenseitigen Respekt, lange intensive Gespräche und die Lust an gemeinsam verbrachter Zeit.

Such dir also auf deinem neuen Pfad Vorbilder und klammere dich nicht an den Glaubenssatz, Scheidungskinder brächten keine dauerhaften, glücklichen Beziehungen zustande.

Zur Not geht’s auch ohne Vater

Zusammenfassend können wir sagen, dass Eltern eine hohe Verantwortung gegenüber ihren Schützlingen tragen, wenn es darum geht, die negativen Folgen so gering wie möglich zu halten:

  • Wichtig ist, dem Kind die Möglichkeit zu geben, über seine Gefühle zu sprechen und diese schwierige Situation zu verarbeiten.
  • Mütter sollten den Vätern das Umgangsrecht gewähren, vorausgesetzt es lagen keine Gewalt oder andere traumatische Begebenheiten vor.
  • Väter müssen den Kontakt zum Nachwuchs pflegen und sich unbedingt an Absprachen halten, um Frustrationen zu vermeiden.
  • Auf keinen Fall darf ein Elternteil das Kind gegen den anderen aufhetzen oder vor ihm schlechtreden.

Da es keine leicht zu bewältigende Situation ist, gebe ich dir noch einen Link für einen Kurs, der getrenntlebenden Eltern Hilfe bietet: https://www.kinder-im-blick.de/

Während sich Erwachsene meist mit irgendjemanden austauschen können, bleibt die Last oftmals unbemerkt am Nachwuchs hängen. Der trägt das bis ins Erwachsenenalter unverarbeitet mit sich herum und gerät leicht aus der Bahn. Fassen wir auch hier nochmal zusammen, was du tun kannst, wenn du als Tochter oder Sohn unter der Vaterentbehrung bis heute leidest:

  • Sprich unbedingt mit jemanden darüber! Wenn dir das schwerfällt, kannst du es dir auch erstmal von der Seele schreiben und dann mit jemanden darüber reden.
  • Vergib deinen Eltern, falls sie dich mit der Situation allein gelassen haben. Vermutlich wussten sie es zu dem Zeitpunkt nicht besser. Das ist keine Entschuldigung, aber die Vergebung hilft dir selbst am meisten.
  • Vergiss die Vergangenheit und schau nach vorne, denn heute beginnt deine Zukunft.
  • Suche dir vorbildhafte Beziehungen und finde heraus, wie sie es schaffen glücklich zu sein. Dann nimm dir ein Beispiel daran. Immerhin hast du bereits bei deinen Eltern gesehen, was du für deine Beziehung nicht willst.

Du wirst deinen Weg gehen, auch ohne Vater!

In den Kommentaren kannst du gerne deine eigenen Erfahrungen zu dem Thema teilen. Wie sieht oder sah die Situation bei dir aus? Und wie gehst du (heute) damit um? Vielleicht hilfst du damit auch anderen, die sich in ähnlichen Umständen befinden.

Und wie sieht dein Verhältnis zur Mutter aus? In vielen Fällen ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter nicht ganz einfach. Erfahre hier, wie Mütter und Töchter die Nähe und Abgrenzung meistern.

* GEOkompakt NR. 61: Die Kraft der Familie. Gruner + Jahr GmbH. Hamburg 2019. (S. 78)
** GEOkompakt NR. 61: Die Kraft der Familie. Gruner + Jahr GmbH. Hamburg 2019. (S. 113)

Bild von 4144132 auf Pixabay | bearbeitet durch Autorin

30 thoughts on “Ohne Vater: Wie du die negativen Folgen minimierst

  1. Louisa says:

    Sehr gut geschrieben, vielen Dank!
    Ich bin auch ohne Vater aufgewachsen. Heute habe ich sporadisch Kontakt zu ihm und zu meiner Mutter nicht mehr. In meiner Situation war es aber so, dass meine Mutter unabgesprochen schwanger wurde, mir hat sie natürlich immer erzählt, dass ich der beste Unfall ihres Lebens war. Aber als ich etwa 16 war, habe ich durch ihre Freunde und meine Oma mitbekommen, dass sie einen starken Kinderwunsch hatte und ich von ihrer Seite aus kein Unfall war. Das und die Tatsache, dass sie immer schlecht über meinen Vater gesprochen hat, hat mein Vertrauen zu ihr komplett zerstört.
    Wie kann man seinem eigenen Kind nur soetwas antun?
    Mein Vater hatte immer für mich bezahlt, gesehen hat er mich nie. Erst jetzt, wo ich Kontakt zu ihm habe, weiß ich, warum das so ist: Er hat alte Briefe und SMS aufgehoben, in denen er von meiner Mutter abwechselnd beleidigt und dann wieder angefleht wurde, ihr zu verzeihen und zu ihr zurück zu kommen. Sie hat ihn angezeigt, weil er sich nicht kümmern wollte, zur Verhandlung kam es aber nicht. Mein Vater hatte mir einen Brief hinterlassen, in dem er mir alles erklärt hat, den ich nie zu Gesicht bekommen habe.
    Es ist so schlimm, wenn man weiß, dass man von der Mutter als Druckmittel, für den Vater völlig unerwünscht auf die Welt gekommen ist.
    Deine Worte helfen mir sehr, mich jetzt auf meinen Weg zu konzentrieren. Ich kann tatsächlich aus meiner Geschichte etwas mitnehmen für mein eigenes Leben. Sollte ich jemals Kinder haben, dann nur mit einem Mann, der mit mir Kinder will. So unromantisch das klingen mag, ich würde mit jedem potentiellen Vater meines Kindes absprechen, dass wir auch im Falle einer Trennung immer gemeinsam Eltern bleiben werden. Voreilig werde ich sicherlich kein Kind bekommen. Und bei der Verhütung bin ich ein Luchs 😀 !
    Danke nochmals für deinen mutmachenden Beitrag !!!

    • Annabel says:

      Hallo Louisa,

      danke für das Kompliment und dass du deine Erfahrungen mit uns teilst!

      Der Gedanke, man sei aus einem anderen Grund als der Liebe wegen auf der Welt, kann sich wirklich seltsam anfühlen. Auch ich war definitiv nur einseitig gewollt. Und von dieser Seite her wahrscheinlich nur aus gesellschaftlicher Konformität. So jedenfalls wurde es mir gelegentlich vermittelt.

      Die Vorstellung, als Mittel zum Zweck „missbraucht“ worden zu sein, kann einen viele Jahre lang beschäftigen und sehr unglücklich machen. Aber letztendlich spielt es für unsere eigene Existenz keine Rolle, aus welchem Grund wir auf die Welt kamen. Wenn wir nun einmal da sind, können wir dieses Leben auch zu einer ganz wunderbaren Erfahrung werden lassen. Dafür brauchen wir nur nach vorne zu schauen.

      Das, was vor unserer Zeit geschah, muss uns nicht weiter interessieren. Das müssen unsere Eltern oder Erzeuger mit sich ausmachen. Wir können nur aus der Vergangenheit lernen und es für unser Verständnis besser machen. Ich lese heraus, dass du das bereits für dich umsetzt. Was mich sehr freut.

      Noch mal herzlichen Dank, dass du dich hier zu Wort gemeldet hast!

      Alles Liebe für dich,

      Annabel

    • Anne says:

      Deine Mama hat Dich wohl schlecht behandelt? Ich denke, dass immer 2 Personen an der Zeugung eines Kindes beteiligt sind. Klar, dass Dein Papa Dir diese Briefe zeigt. Er muss sich irgendwie dafür rechtfertigen, dass er sich nicht gekümmert hat. Jetzt, wo Du Erwachsen bist, hat er ja keine „Carearbeit“, sondern trägt die Früchte der Erziehung, welche Deine Mutter geleistet hat… Ich bin selbst ohne Vater aufgewachsen und habe sehr guten Kontakt zu ihm. Er wollte nie Kontakt zu mir als ich ein Kind /Teenager war, wurde aber nochmal Vater, 4 Jahre nach meiner Geburt und hier konnte er sich plötzlich kümmern. Er kümmert sich heute ganz viel um seine Enkelin aber verzeihen kann ich ihm das nicht (Hass/Wehmut sitzen da tief im Herzen). Meine Mutter war auch manchmal fies zu mir, weil Sie überfordert war, aber: Sie hat mich nicht im Stich gelassen. Sicher haben meine Eltern sich gegenseitig „Hassnachrichten“ geschrieben. Ich finde es es unangebracht, diese dem Kind zu zeigen. Das ist auch Manipulation.

      • Zalandrina says:

        Zwei Personen sind an der Entstehung eines Kindes beteiligt.
        Eine Person hat aber sehr viel mehr Möglichkeiten, Schwangerschaften zu verhindern und sogar dann, wenn eine ungeplant eintritt, sie zu beenden.
        So zu tun, als wäre die Verantwortung 50:50, ist schon sehr kindlich.

        Aber ich denke darum ging es hier gar nicht: Der Vater hat, wenn ich das richtig lese, sich vor allem deshalb zurückgezogen, weil die Mutter ihre Wut übers Verlassenwerden mit Kind nicht aus dem Umgang heraushalten konnte.

        Prinzipiell schön, wenn wir Frauen zusammenhalten, aber so zu tun, als sei das weibliche Geschlecht unfehlbar und Männer per se die Bösen, ist nicht richtig.

  2. Uta says:

    Guten Tag,
    ich finde es immer wieder schlimm, dass an jeder Ecke im Netz zu lesen ist wie furchtbar es ist wenn Kinder ohne VATER aufwachsen.

    Ihr Vater hat sie/uns verlassen weil es ihm zu stressig wurde.
    Als sie 7 Monate alt war fuhr er kurzerhand für 2 Wochen alleine nach Thailand, meldete sich hinterher an div. Vereinen an und verwirklichte sich selber wohl um sich von seinen Pflichten abzulenken.

    Er besucht seine Tochter mal alle 3 Wochen stundenweise dann hat er wieder genug.
    An ihrem Leben nimmt er ansonsten nicht teil, kaum Interesse.

    Wenn man dann überall liest wie wichtig doch ein Vater ist, dann muss man doch verzweifeln als Mutter, dass man dem
    Kind keine vollwertige Familie bieten kann.
    Das ist purer Stress für Mutter und Kind.

    Ich könnte heulen weil ich meinem Kind keinen guten Vater bieten kann. In unserer Beziehung war alle prima bis unser, auch sein Wunschkind, kam.

    Bei der Trennung war unser Kind 1 Jahr alt, 2 Jahre später hat er mit seiner Neuen noch ein Kind gezeugt jetzt 3 Monate alt, das Spiel scheint sich zu wiederholen. Es zeichnet sich jetzt schon ab. Der Vater ist Ingenieur also keiner der unteren Klasse wohlgemerkt.

    • Annabel says:

      Liebe Uta,

      danke für deinen ausführlichen Kommentar aus der Perspektive einer Mutter. Es tut mir so leid, dass dich Beiträge wie diese verletzen oder aufwühlen. Das ist, was mich betrifft, auf keinen Fall meine Absicht. Im Gegenteil, ich wollte mit dem Beitrag Mütter und Kinder in dieser Situation stärken und die Väter zu mehr Verantwortung aufrufen. Weil ich mit Blick auf meine Mutter und mich selbst erfahren habe, wie allein man sich damit fühlen kann.

      Bitte mach dir keine Vorwürfe, weil deine Tochter keinen Vater hat. Es ist nicht deine Schuld! Manchmal ist ein Kind ohne Vater besser dran, als wenn da einer ist, der sich desinteressiert, verantwortungslos und egoistisch verhält.

      Du trägst nicht die Verantwortung über sein Verhalten. Was deine Tochter spürt, ist die Liebe und Aufmerksamkeit, die du ihr als Mutter entgegenbringst. Du bist für sie da. Darauf kommt es an.

      Ich wünsche dir und deiner Tochter von Herzen alles Glück dieser Welt

      Annabel

  3. DerLöwe says:

    „Zur Not geht’s auch ohne Vater“, das ist vielleicht m.E. Wahr für Mädchen, aber als Junge geht es nicht ohne Vater, bzw. ohne männliche Bezugsperson, spätestens in der Pubertät wird das zu einem Problem, denn eine männliche Bezugsperson ist für den jungen absolut notwendig um seinen Charakter zu formen. Wenn das fehlt, kann man das nie mehr nachholen, da sind sich die Psychologen relativ einig und leider ist es auch meine persönliche Erfahrung.

    • Annabel says:

      Hallo DerLöwe,

      es tut mir leid, dass du diese Erfahrung gemacht hast. Dennoch finde ich es schwierig, diese Erfahrung zu pauschalisieren. Gerade wenn man durch Psychologen bestätigt wird, verfestigt sich das zu einer starken Überzeugung, die das restliche Leben überschatten kann.

      Klar, nachholen kann man nichts. Der Vater war nicht da, das schmerzt und hat womöglich deine Entwicklung gestört (wie bei mir eben auch). Aber das heißt nicht, dass solche Erfahrungen unser restliches Leben ruinieren müssen.

      Schau, was du von da, wo du jetzt stehst, tun kannst, damit es dir besser geht. Das ist insofern wichtig, um dich von dem Vergangenen zu distanzieren. Denn wenn man sich in einer schlechten Stimmung befindet, neigt man eher dazu, in der Vergangenheit einen Schuldigen zu suchen.

      Erinnere dich aber mal an die glücklichen Tage deines Lebens (z. B. in einer Verliebtheitsphase). Interessiert dich die Vergangenheit in solch schönen Momenten?

      Ich wünsche dir alles Gute!

      Annabel

  4. Nicole says:

    Hallo und guten Abend,
    verrückt vielleicht aber ich bin nun 54 Jahre und eine recht gut geratene Frau geworden.. auch ohne Vater.
    Wenn da nicht dieses Defizit wäre. Ja ich habe es all die Jahre nicht bemerkt. Bin stark und erfolgreich, hatte Beziehungen die aber irgendwie nicht über ein paar Jahre hinaus gingen. Man sagt ich bin charismatisch und ich wäre absolut top wie ich bin. Tja… bis auf den Umstand, dass ich nie gelernt habe wie man eigentlich ist, wenn man weiblich ist?!
    Ich wirke wohl eher sachlich.. und so langsam will ich das nicht mehr.
    Was man bei all dem nicht vergessen sollte. Ein Mädchen lernt bei ihrem Vater wie man mit dem anderen Geschlecht umgeht. Ich sehe Mädchen mit ihren Kulleraugen ihre Väter um den Finger wickeln. Nicht, dass man das in der heutigen Zeit noch will. !? Und ja und doch.. ich finde es wichtig sich nicht nur auf seine Qualitäten zurückzuziehen, sondern auch flirten zu können.
    Viele Missverständnisse entstehen einfach durch dieses Defizit.
    Puh .. ich bin über den Beitrag gestolpert als ich das Netz nach Beiträgen durchsucht habe die mir helfen das zu ändern. Eine Therapie finde ich doch zu krass. Falls jemand einen Tipp hat.. eine Buchempfehlung oder ähnliches würde ich mich freuen.
    ❤️liche Grüße
    Nicole

    • Annabel says:

      Liebe Nicole,

      danke für die Offenheit bezüglich deiner Erfahrungen zu dem Thema.

      Also du beschreibst dich als stark, erfolgreich und charismatisch. Das sind doch super Eigenschaften, mit denen du sehr zufrieden sein kannst. Leider beginnt unsere Unzufriedenheit häufig damit, dass wir anders sein wollen. Sei es, weil wir uns mit anderen vergleichen oder weil uns von außen eingeredet wird, wir müssten anders sein.

      Was aber, wenn dich genau diese Sachlichkeit ausmacht und es die Männer sind, die mit deiner Stärke nicht klarkommen?

      Leidest du allerdings darunter und möchtest deshalb dieses „Defizit“, wie du es nennst, ausgleichen, dann wären sicherlich Bücher zu Themen wie „Weiblichkeit leben“ oder „Flirten für Frauen“ hilfreich für dich. Leider habe ich da keinen konkreten Buchtipp 🙈

      Falls Yoga für dich interessant sein könnte, lege ich dir Yin-Yoga ans Herz. Dieser ruhige Yoga-Stil steht dafür, die Weiblichkeit zu stärken.

      Und was die Länge deiner Beziehungen betrifft, möchte ich dir einen Beitrag von mir empfehlen: https://cheerupyourlife.de/liebe/beziehungsunfaehig-boeser-blick/ … Denn manchmal achten wir nach einer Weile mehr auf die negativen Seiten des Partners und nehmen die guten kaum noch wahr. Das wirkt sich natürlich auch negativ auf die Dauer einer Beziehung aus.

      Ich hoffe, dass dir das schon ein bisschen weiterhilft.

      Alles Liebe für dich!

      Annabel

      Und wer noch ein paar Tipps für Nicole hat, kann gerne unter ihrem Kommentar antworten. ☺

  5. Christina says:

    Hallo, mein Vater starb an Leukämie als ich 5 Jahre alt war. Damals habe ich sehr schnell eine große Selbstständigkeit entwickelt. Meine Ehe und meine letzte Beziehung scheiterten daran, dass ich immer wieder das Gefühl hatte zuwenig Respekt, Aufmerksamkeit oder Zuwendung zu bekommen. Ich fühlte mich nicht ernstgnommen und reagierte dann irgendwann mit, ich nen es mal „Flucht“. Man kennt mich als selbstbewusste, starke aber auch emotionale Frau. Ich selbst bemerke jedoch ein ständig sich wiederholendes Muster in meinen Beziehungen, welches ich endlich durchbrechen möchte. Aber wie ich das schaffen kann, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Hab ich vll. immer den falschen Partner? Ich wünsche mir sehr, irgendwann eine funktionierende und glückliche Beziehung zu führen..

    • Annabel says:

      Hallo Christina,

      es ist traurig, dass du deinen Vater so früh an dieser Krankheit verloren hast. Und es ist sehr verständlich, dass du dir eine glückliche Beziehung wünschst. Wer wünscht sich die nicht?

      So ein sich wiederholendes Muster in Beziehungen findet meist unbewusst statt, weshalb es nicht ganz einfach ist, herauszufinden, wie es durchbrochen werden kann.

      Die Gefühle, die du beschreibst, habe ich selbst ähnlich erlebt. Mir hat es geholfen, mir eine Auszeit von Beziehungen zu nehmen. Dabei habe ich gelernt, die emotionale Unabhängigkeit zu genießen. Wenn es dich interessiert, kannst du meine Erfahrung dazu in diesem Blogartikel lesen.

      Ich wünsche dir ganz viel Glück, dass du den für dich richtigen Partner irgenwann findest! 💕

      Liebe Grüße

      Annabel

    • Hoffmann says:

      Hallo Christina,
      ich habe ein großes Bedürfnis Dir zu schreiben, da ich auch meinen Vater im Alter von fünf Jahren durch seinen frühen Tod verloren habe.
      Lange war mir nicht bewusst, dass diese mir sehr bekannten Gefühle nach zu wenig Respekt, zu wenig Aufmerksamkeit, zu wenig Zuwendung etwas mit dieser Verlusterfahrung in der frühen Kindheit zutun haben.
      Auch kenne ich diese Strategie der „Flucht“ sehr gut. Und ich habe festgestellt, dass die Männer, welche ich bevorzugt habe, immer sehr stark, sehr charismatisch und besonders sein mussten. Irgendwie hatte ich wohl unbewusst das Gefühl, dass durch sie die mir fehlende Sicherheit kompensieren kann.
      Gern würde ich mich mit Dir etwas mehr über dieses Thema austauschen und wäre über eine Antwort deinerseits erfreut.
      Ich bin 54 jahre alt, auch selbstbewust, stark und emotional. So wie sie eben sind, die vaterlosen Töchter :).
      Liebe Grüße von Anna aus Radebeul

      • Annabel says:

        Hallo Anna,

        das finde ich sehr schön, dass du dich an Christina wendest, da ihr beide dasselbe Schicksal teilt. Ich hoffe, sie liest es.

        Wenn ihr beide an einem privaten Austausch interessiert seid, könnte ich euch ja helfen, damit ihr nicht eure Kontaktdaten hier veröffentlichen müsst.

        Liebe Grüße

        Annabel

  6. Hoffmann says:

    Vielen Dank, Anabell, für Dein Angebot.
    Ich beschäftige mich schon seit längerem mit dem „Thema“ Vaterverlust und habe für mich im Laufe der Zeit, gute Strategien gefunden, um in meinem jetzigen, erwachsenen Dasein besser damit umgehen zu können. Der Schmerz ist da, dieser ist auch berechtigt, auch sind alle damit verbundenen Auswirkungen für mich absolut nachvollziehbar. Dennoch bin ich gewillt und es gelingt mir auch immer besser, alles in verschiedene zeitliche Ebenen einzuordnen und mich heute nicht mehr vom erlittenen Verlust leiten zu lassen, sondern selbst zu entscheiden, welchen Weg ich gehe.
    Wir können unsere Biografie nicht neu schreiben, wir können nur versuchen, diese anzunehmen, als einen Teil von uns zu betrachten und alles dafür tun, in Selbstfürsorge und -liebe diese Wunde zu schließen.
    Alle schmerzhaften Gefühle, geprägt durch unsere frühen Erfahrungen haben ihre Berechtigung und dürfen dasein, wir müssen diesen aber nicht bedingungslos folgen, wir können sie hinterfragen im heutigen Kontext. Wir sind der Chef in unseren heutigen erwachsenen Leben.
    LG von Anna

    • Annabel says:

      Ich merke, du bist sehr reflektiert und hast eine gesunde Einstellung. Und ich finde es super, dass du das mit uns teilst. Es zeigt doch, dass man sich entscheiden kann: Möchte ich mich für das, was war, bedauern oder möchte ich nach vorne schauen und meine Biografie so annehmen, wie sie ist, weil an der Vergangenheit nichts mehr geändert werden kann.

      Natürlich ist das nicht so leicht umgesetzt, wie es gesagt ist. Und je nach Stimmungslage kann es mal leichter fallen und mal schwerer. Aber wenn man sich mit seinen leidvollen Gefühlen auseinandersetzt und versteht, dass sie Überbleibsel einer schwierigen Zeit sind, fällt es leichter, sie zu akzeptieren. Dazu gehört, wie du schon sagst, eine gute Selbstfürsorge, sprich ein liebevoller Umgang mit sich selbst. Das scheint dir zu gelingen; behalte dir das unbedingt bei!

      Liebe Grüße

      Annabel

  7. Solveig says:

    Danke für diesen Beitrag.
    Ich bin selbst ohne Vater aufgewachsen und habe meine Tochter 18 Jahre allein erzogen.
    Den Kontakt zu meinem Vater hab ich erst mit 40 bekommen. Als ich ihn zum ersten Mal so richtig erleben konnte ( ich sah ihn mit 18 einmal nur kurz), war mir klar das wir nicht viel Zeit haben werden. Da wir in unterschiedlichen Teilen Deutschlands leben, sahen wir uns insgesamt nur zweimal, hatte auch mit den Reisebeschränkungen in Corona zu tun.
    Er ist gestorben vor kurzem.
    Insgesamt habe ich ihn 3 mal gesehen in meinem Leben.
    Ich muss dazu sagen das ich mit Stiefvater aufgewachsen bin. Ich hab mich mein Leben lang fremd gefühlt, ich wusste schon sehr früh das ich woanders hingehöre, obwohl nie offen gesagt wurde das ich einen anderen Vater habe.
    Ich war immer anders und nicht passend im neuen Familienkonstrukt meiner Mutter.
    Eigentlich dachte ich nicht das ich Defizite habe nur weil ich ohne Vater aufwuchs. Es ist erst deutlich in der Trennung zum Vater meiner Tochter aufgeploppt. Ich bin gut belesen was Psychoanalytik betrifft, und überall liest man das Geschichte, elterliche Bindungsmuster sich wiederholen. Ich dachte immer das betrifft mich nicht. Aber das Leben lehrte mich es anders. In der Arbeit zu meiner Tochter fand ich es sehr schwierig ihr Mutter und Vater gleichzeitig zu sein. Auch der Verlust ihres Vaters, den sie so sehr brauchte in einigen Situationen, machte mir Gewissenstechnisch sehr zu schaffen. Erst dadurch landete ich wieder bei meiner eigenen Geschichte.
    Ich hab therapeutisch daran gearbeitet, u.a.weil die Stiefvater tatsächlich kein guter Vaterersatz waren. Als ich ihn besser kennenlernte war ein Loch gestopft. Eine Art Sehnsucht, die ich in Beziehungen suchte, aber nicht einordnen konnte und auch nicht benennen.
    Jetzt, wo er tot ist ( er ist Ende Oktober diesen Jahres gestorben)- ich dachte ich bin geübt ihn nicht an meiner Seite zu haben, aber es ist nicht so.
    Es ist ein grosses „Schade“ in mir. Er ist nicht nur als mir unbekannter Vater gestorben, sondern auch als Opa, den meine Tochter nie kennenlernte.

    Was die Trauer betrifft- das ist ganz
    „interessant“- ich war auf der Beerdigung von ihm und ich war selbst überrascht von meiner Emotionalität vor Familie die ich noch nie gesehen hab in meinem Leben, zumindest nicht bewusst.
    Irgendwann war das Thema Traurigkeit auf dem Tisch, beim Beerdigungsessen. Und mir wurde zu verstehen gegeben das ich gar nicht so traurig sein kann, da ich sowieso nicht viel mit ihm zu tun hatte. Mich hat es direkt getroffen, wie ein Messer.
    Auch wenn ich ihn nicht hatte als Vater, mir andere als Väter vorgesetzt wurden- man fragt sich ein Leben lang wer man ist! Wer der andere Teil ist, welche Charakterzüge man hat, welche äußerlichen Merkmale. Man fragt sich wie der andere tickt, ob er einen vergessen hat, wie oft der andere an einen denkt.
    Mein Vater war immer präsent bei mir, vorallem auch in der Partnerwahl hab ich ihn mir oft gewünscht, wie oft hätte ich ihm gern einen Mann vorgestellt um seinen Rat einzuholen.
    Er hat einfach gefehlt, an allen vorstellbaren Ecken.
    Mir das einzugestehen kostet mich Tränen, denn eigentlich rede ich über sowas nicht. Hier schrieb jmd das sie eher der sachliche Typ ist, das kann ich voll bestätigen, das bin ich auch.
    Ich bin eine starke Frau, die vieles, eigtl alles, allein wuppt, erfolgreich im Beruf steht,finanziell unabhängig ist und auch in einer Partnerschaft darauf Wert legt. Ich war noch nie verheiratet.
    Meine Schwester dagegen, ein Jahr nur älter als ich, beim Vater aufgewachsen, ist direkt das Gegenteil.

    Danke für den Beitrag, er bestätigt viele Ebenen.

    • Annabel says:

      Liebe Solveig,

      es tut mir sehr leid zu lesen, dass du nicht mehr Zeit mit deinem Vater hattest. Sich die Gedanken von der Seele zu schreiben, kann erleichternd sein. Danke, dass du diese persönlichen Einblicke mit uns teilst. Vielleicht finden sich auch andere Leserinnen und Leser in ähnlichen Situationen in deinen Worten wieder. Das kann trösten, weil man sich weniger allein damit fühlt.

      Ich wünsche dir viel Kraft, um über die Trauer hinwegzukommen. Außerdem wünsche ich dir, dass du dir die drei Male, die ihr euch gesehen hattet, im Herzen aufbewahrst und dich irgendwann an ihnen erfreuen kannst, weil sie noch unendlich viel mehr sind als keinen einzigen Moment mit ihm gehabt zu haben.

      Alles, alles Liebe

      Annabel

  8. Kosima says:

    Guten Tag,
    ich schreibe als Oma, die zusehen mußte wie die Ehe der Tochter (1 Mädchen, 1 Jahr) zerbrach als mein Schwiegersohn sich eine neue Frau nahm und mit ihr zusammenzog.

    Zu dem Zeitpunkt war meine Tochter mit Kind gerade mal 3 Monate ausgezogen.

    20 Monate später wurde geheiratet weil ein weiteres Mädchen unterwegs war welches dann 1 Monat später schon zur Welt kam.

    Als das neue Kind wenige Wochen alt war sind sie auf Wunsch der neuen Frau 100 km weit weggezogen um sich ein neues „ungestörtes“ Leben aufzubauen. Wohlgemerkt nicht wegen des Jobs, der war in unserer Region (Ingenieur bei der DB und die Frau auch Arbeitskollegen)

    Unsere Kleine geht sehr ungern zum Papa muß aber (Wohl des Kindes!!!, ich kann das schon nicht mehr hören).
    Da der Papa Narzistische Züge hat geht er auf Tochter Nr. 1 in den wenigen Stunden kaum ein sondern „absolviert die gemeinsame Zeit“ um seine Pflicht abgehackt zu wissen.

    Letztens im Park saß er ca. 1/2 Std. mit ihr auf der Parkbank und sie hat ununterbrochen geweint, er saß einfach daneben und hat nichts unternommen um sie zu trösten. Ich konnte dies zufällig beobachten als ich dieses von der Ferne sah.
    Keine Empathie, kein Trost nur reines Zeit absitzen. Mein Omaherz hat geblutet.

    Nach jedem Treffen hat die Kleine Verlustängste kammert an ihre Mama, hat Wutanfälle und ist richtig aus der Spur, auch geht sie dann Tage ungern in den Kindergarten und muss sich immer wieder versichern lassen, dass Mama wieder kommt und abholt.

    Wir Oma und Opa setzen sich sehr ein für unsere Enkelin und
    zu uns hat sie auch eine sehr gute Beziehung, wir gehen Laufrad fahren, auf den Spielplatz, schwimmen uns sogar mit ihr in Urlaub. Ihr Papa nimmt sie nicht mit in Urlaub kostet ja Geld.
    Ihre Geburtstagsgeschenke darf sie trotz anflehen nicht mit nach Hause nehmen und überhaupt will sie ihren Papa nicht sehen.

    Uns blutet das Herz, wenn sie gegen ihren Willen von der Mama weggerissen wird weil Papa jetzt gerade mal Lust hat und sein Kind holt.
    Ach ja, die 3-4 wöchigen 4-5 Std. Termine werden unregelmäßig wahrgenommen, mal wird um 10.00 Uhr mal um 12.00 Uhr abgeholt und wenn es garnicht passt wird verschoben.

    Überall liest man wie wichtig es ist einen Vater zu haben.
    Wenn Kinder immer und überall damit konfrontiert werden, dass etwas nicht in Ordnung ist wenn man keinen/wenig Kontakt zum Vater hat, dann macht das die Kinderseele erst recht kaputt.
    Ich denke es ist in vielen Fällen besser keinen Vater zu haben als einen der zwar präsent ist aber nicht wirklich die Vaterrolle einnimmt.

    Für solche Kinder finde ich es noch trauriger überall zu lesen wie wichtig die Väter sind, das macht diese Kinder doch erst recht wütend und unzufrieden.

    • Annabel says:

      Liebe Kosima,

      ich finde es auch ganz schrecklich, wenn Kinder gezwungen sind, zu einem Elternteil zu gehen, bei dem sie sich offensichtlich nicht wohlfühlen. Das war bei uns Kindern zum Glück damals nicht der Fall. Wohl auch, weil mein Erzeuger für uns keinen Unterhalt zahlte. In unserem Fall war es definitiv besser, keinen Kontakt mehr zu pflegen.

      Ich glaube aber nicht, dass Texte, die sich mit den negativen Folgen der Vaterlosigkeit befassen, dafür sorgen, dass Kinder davon Schaden nehmen. Sie suchen ja erst nach solchen Inhalten, wenn sie merken, dass sie eventuell Defizite davon getragen haben. Und dann hilft es, wenn sie sich damit nicht alleine fühlen müssen.

      Als ich klein war, wurde ich nie damit konfrontiert, dass es problematisch sein könnte, ohne Vater aufzuwachsen. Dennoch habe ich mich schlecht deswegen gefühlt, weil ich als Einzige damals keinen Vater hatte. Ich hatte mich sogar dafür geschämt.

      Das Thema totzuschweigen verursacht meiner Meinung nach eher Probleme.

      Dir und deiner Familie wünsche ich alles Liebe. Passt weiterhin gut auf euren kleinen Schatz auf!

      Viele Grüße

      Annabel

      • Marlies says:

        Liebe Annabel,
        heutzutage wachsen viele Kinder ohne Papa auf, das war zu deiner Zeit wie du schreibst eher selten. Also müssen die heutigen Kinder sich nicht als “ einzige ohne Vater “ fühlen es geht ja vielen so.
        Auch hatte man früher kein Internet und heute ist es leider so wenn man unter Alleinerziehend googelt läuft es immer darauf hinaus wie wichtig der Papa ist.
        Es gibt auch andere Personen Großväter, Onkel, Freunde usw die den männlichen Part einnehmen können.
        Ich möchte nicht wissen wie viele Kinder mit Papa aufwachsen wo es besser wäre sie hätten keinen, leider.
        Ich beobachte in letzter Zeit, dass es sowohl viele liebevolle Väter gibt aber man kann leider auch beobachten dass es sehr viele desinteressierte Väter gibt, die sich nach Feierabend lieber den eigenen Interessen anstatt ihren Kindern widmen (Feuerwehr, Sport, Muckibude, Computerspiele usw.) Ich meine jetzt nicht dass man kein Hobby haben darf, aber meine Beobachten sprechen für sich.

        Wir müssen die Kinder die ohne Vater aufwachsen müssen bestärken und ihnen nicht einreden wie schlecht es doch ist keinen zu haben das schwächt die Kinder nur noch mehr.

        Ganz liebe Grüße

        • Annabel says:

          Liebe Marlies,

          danke für deine Sichtweise auf die Thematik.

          Das Schlimme ist ja nicht, ohne Vater aufzuwachsen. Das Schlimme ist meiner Erfahrung nach mit niemandem darüber sprechen zu können, wenn man sich als Kind darüber Gedanken macht, warum es keinen Papa gibt oder warum er gegangen ist. Wie soll ein Kind die Situation allein für sich bewerten?

          Und da geht das Bestärken der Kinder doch los: Sie wollen sich verstanden fühlen. Sie müssen sich mitteilen können, wenn sie das Bedürfnis danach verspüren. Sie brauchen Gehör, wenn ihnen etwas auf der Seele brennt.

          Unter diesem Blogbeitrag haben sich schon einige, die ohne Vater aufgewachsen sind, zu Wort gemeldet. Und ich finde, es zeigt, dass das Bedürfnis, sich verstanden zu fühlen und sich auszutauschen, vorhanden ist. Nicht, weil es ihnen eingeredet wurde. Sondern weil sie die wiederkehrenden Muster in ihrem Leben verstehen möchten.

          Wie man in den Kommentaren lesen kann, sind starke, selbstreflektierte Menschen aus der Vaterlosigkeit hervorgegangen. Und das sehe ich als positiv an.

          Nichtsdestotrotz hat jeder Mensch gewisse Herausforderungen und innere Konflikte zu meistern, unabhängig davon, ob er mit oder ohne Vater aufgewachsen ist. Das ist das Leben. Aber nur wenn man sich mit den Problemen auseinandersetzt, statt sie zu leugnen, kann man daran wachsen und gestärkt aus der Situation hervorgehen.

          Herzliche Grüße

          Annabel

  9. Hannah says:

    Hallo Annabel,
    in meinem Bekanntenkreis gibt es viele Familien die sehr gefrustet sind und keinen liebevollen Umgang miteinander ausüben.
    Ich selbst habe miterleben müssen wie die Kinder einer dieser Familien zusammenzucken, wenn der Vater die Türe hereinkommt und sich laut polternd und proletenhaft benimmt.

    Der Vater meines Kindes ist ein Narzist wir leiden sehr darunter und ich muß mein Kind sehr vor ihm schützen und
    habe Angst dass es unter dem Verhalten des Vaters leidet.

    Ich denke in unserem Falle ist es besser sich zu trennen und
    das Kind OHNE VATER aufwachsen zu lassen als mit ihm weiterhin zusammenbleiben zu müssen. Ich wollte meinem
    Kind immer eine gute Familie bieten aber der Mann hat sich in eine andere Richtung entwickelt bzw. lange Zeit verstellt.
    Ich mache mir Vorwürfe das ich das nicht vor der Zeugung des Kindes bemerken konnte und es tut mir sehr leid, dass
    ich diesen Vater für mein Kind ausgewählt und mit ihm zusammen ein Kind bekommen habe. Ich habe ihn mal sehr geliebt!!!

    Wohlgemerkt mein Kind ist meine ganze Liebe mein ganzer Stolz und ich setze mich für mein Kind ein wo und wann immer ich für meine Tochter da sein kein. Mein Kind wird bald 5 Jahre alte. Wir haben eine gute Bindung zueinander.

    Ich hoffe es ist für das Kind nicht zu spät. Solche Artikel über die Vaterlosigkeit und ihre Folgen schrecken mich davon ab die Trennung zu vollziehen obwohl es dringend nötig wäre.

    Aber ich bin mir trotzdem sicher, dass es ohne ihn besser ist als mit.

    Ganz liebe Grüße

    • Annabel says:

      Liebe Hannah,

      es tut mir sehr leid zu lesen, dass du und deine Tochter unter einem solchen Mann leiden müsst. Ich weiß, wie schwer es ist, sich aus dieser Situation zu befreien. Hoffentlich hast du Menschen um dich, die euch unterstützen können!

      Was meinen Beitrag angeht, zielt er aber mit keiner Silbe darauf ab, sich dem Kind zuliebe nicht aus einer unglücklichen Partnerschaft zu lösen. Das wäre in meinen Augen auch absoluter Blödsinn!

      Paare können sich nun mal auseinanderleben, das ist ganz normal und überhaupt nicht verwerflich. Und wenn Gewalt oder Respektlosigkeit vorherrschen, dann ist eine Trennung erst recht mehr als sinnvoll. Auch für das Wohl des Kindes.

      Zudem schrieb ich, dass das Umgangsrecht für den Vater nur dann gewährleistet werden sollte, wenn „keine Gewalt oder andere traumatische Begebenheiten“ vorlagen. Das heißt, wenn der Vater seinem Kind gegenüber liebe- und verantwortungsvoll ist, dann tut es dem Kind auch gut, ihn weiterhin zu sehen. Ein schlechter Vater hingegen ist kein guter Umgang für das Kind. In dem Fall stimme ich dir voll und ganz zu, dass Kinder ohne einen schlechten Vater besser dran sind.

      Mir ist nur wichtig, die Aufarbeitung für das Kind nicht zu vernachlässigen, weil Kinder manchmal im Stillen leiden, wenn die Familie sich entzweit. Sie wollen ihre Eltern nicht noch zusätzlich belasten, weshalb es den Eltern vielleicht entgeht, wenn das Kind die Situation nicht verarbeitet.

      Ich wünsche dir ganz viel Mut und Kraft, die richtige Entscheidung für dich und deine Tochter zu treffen!

      Herzliche Grüße

      Annabel

  10. anonym says:

    Vielen Dank Annabel,

    Ich habe nur Angs, wenn man diesen Papa verlässt, dass er sich dann ein Besuchsrecht erstreitet (was im Normalfall auch sinnvoll ist). Aber dann ist das Kind alleine dem „Papa“ ausgeliefert und ich kann es nicht mehr beschützen.

    Narzisten tun dem Kind nicht gut, Narzismus kann eine Kinderseele auch sehr verletzen die Entscheidung gehen oder zu bleiben ist wirklich nicht einfach.

    Wenn der Schritt der Trennung mal vollzogen ist, dann gibt es leider kein Zurück mehr und das Kind ist ihm dann ausgeliefert.

    • Annabel says:

      Das glaube ich dir, so eine Entscheidung ist nie leicht. Und ich kann deine Ängste bezüglich des Besuchsrechts verstehen.

      Ich denke, dein Mutterinstinkt spürt, was richtig für euch ist. Der Verstand setzt meistens ein oder mehrere „Aber“ entgegen. Das ist normal. Überlege dir zu den vielen Szenarien, die dir deine Entscheidung erschweren, wie du in diesen Fällen damit umgehen wirst. Das gibt dir die Sicherheit oder das Vertrauen, dass du die Situation meistern können wirst.

      Aus Position einer Tochter, die ebenfalls psychisch stark unter ihrem Vater gelitten hat, kann ich dir sagen: Ich bin noch heute dankbar, dass meine Mutter den Mut aufgebracht hatte, sich von meinem Vater damals (ich war 9) scheiden zu lassen.

      Deine Liebe zu deinem Kind wird die fehlende Zuneigung des Vaters ausgleichen. Unterschätze nicht die Stärke der Mutterliebe! 🙂

      • Müller says:

        Guten Morgen,
        ich kann euch nur bestärken einen Papa der nicht wirklich für sein Kind da ist und narzistische Züge aufweist zu verlassen.
        An einem Papa mit Narzissmus kann sich ein Kind nichts abschauen und verstehen kann er es sowieso nicht. Es gibt meist Menschen „Männer“ im engeren Bekannten oder Freundeskreis Opas, Onkels usw. die man sich als Vorbilder nehmen kann und die evtl. als Vertrauensperson den Verlust des Vaters kompensieren können.
        Auch Kinder die in sogenannten „heilen Familien“ aufwachsen haben Probleme, hadern evtl. mit Selbstwertgefühlen und ähnlichen Problemen. Ich glaube nicht, dass jegliches Missempfinden von der Vaterlosigkeit abhängt.
        Aber man neigt dazu wenn es Probleme gibt diese auf die Vaterlosigkeit zu schieben.
        In meiner Nachbarschaft hat sich ein Kind im Alter von 13 Jahren erhängt, der Junge wuchs in einer wohlbehüteten Familie auf. Die Restfamilie und die Schwester sind immer noch zusammen. Die Familie hält zusammen und ist immer noch heile Familie. Wäre das in einer Trennungsfamilie passiert dann würde gleich anders geurteilt werden,.
        Man hat nicht rausbekommen warum dieser Junge sich erhängte. Er war hochintelligent hat eine Klasse übersprungen (keine Schulprobleme).
        Auch viele meiner Freundinnen haben schwerwiegende Probleme, die eine ritzt sich die andere hat Bullimie und die kommen aus „heilen“ gut bürgerlichen Familien.

        Also lasst euch nicht einreden ihr habt es schwer nur weil kein Vater da ist. Väter sind sowieso meist durch ihre Vollzeitarbeit sowieso nur wenige Std. zu Hause wenn überhaupt.

  11. Marie says:

    Mein Kind leidet sehr unter seinem Vater der sie alle ca. 3 Wochen (unregelmäßig) für 4-5 Stunden besucht. Der Besuch sieht so aus, im Sommer Spielplatz im Winter Besuch beim Bäcker oder Dönerbude.

    Unsere gemeinsame Tochter ist 5 Jahre alt. Er hat eine neue Familie und mit der neuen Frau eine bereits fast 2-jährige Tochter. Er ist als unsere Tochter 1 Jahr alt war für die neue Familie 100 km weit weggezogen. Soweit auch alles in Ordnung. Ich bin weder eifersüchtig sondern eher erleichtert, dass ich nicht jeden Tag mit diesem egoistischen Menschen zusammenleben muß aber das ist ein anderes Thema. Ich will nur, dass es unserer Tochter gut geht.

    Zu Weihnachten hat unsere gemeinsame Tochter von ihrem Papa ein Puppenhaus geschenkt bekommen. Die Feier fand bei seiner Mutter also Oma ihres Papas statt.

    Sie durfte ihr Weihnachtsgeschenk nicht mit nach Hause nehmen. Es ist ja noch die andere Tochter da die mit dem Geschenk spielen kann.

    Da wir 100 km auseinander wohnen und der Vater nur alle 3 Wochen in unsere Gegend kommt kann unsere Tochter quasi überhaupt nicht mit ihrem Geschenk spielen.

    Umgang bei sich zu Hause findet nur 2-3 mal im Jahr statt wenn die andere Oma das Kind zu ihm mitnimmt und dann dort einen Tag mit der neuen Familie verbringt.

    Unsere Kleine kam jetzt nach Weihnachten ganz traurig nach Hause und hat es auch nicht verstanden, dass man ein Geschenk nicht behalten darf. Sie hätte das Puppenhaus gerne mit nach Hause genommen um auch damit spielen zu können. Sie möchte nicht, dass ihre Halbschwester damit alleine spielen kann wenn es doch ihr gehört.

    Dazu kommt noch, dass er ein zuvor lang angekündigter Weihnachtszirkustermin ausfallen lässt, weil es dann doch zu teuer wird.

    Ich finde es unangemessen wie der Vater handelt und er weiß nicht wie er seine 1. Tochter kränkt mit seinem Verhalten.

    Wohlgemerkt es geht mir hier auch nicht um das Puppenhaus, Spielsachen hat sie bei mir mehr als genug.

    Aber die Tränen die es dann zuhause um das Puppenhaus gab liesen mein Mutterherz ganz schön bluten.
    Das ist für ein Kind alles sehr unverständlich.

    Man muß sich nur mal vorstellen, man bekommt von jemandem den man eigentlich gerne mag z.B. einen Ring geschenkt und abends wird er für eine andere Frau dann wieder mitgenommen. So in etwa muß sich dass dann für ein Kind anfühlen.

    Ich bin mir nicht sicher ob solch ein Kontakt zum Vater zum Wohle des Kindes ist.

    Ach ja, in den Zirkus werde ich dann selbst mit dem Kind gehen hab in unserer Gegend bereits für den 04.01.24 Karten bestellt um die Enttäuschung zu kompensieren.

    Wohlgemerkt der Vater ist Ingenieur und sollte sein Leben und das was er tut bzw. seiner Tochter antut besser reflektieren.

    • Annabel says:

      Liebe Marie,

      das ist wirklich sehr traurig zu lesen. Der Vater wird kein gutes Bild im Herzen deiner Tochter hinterlassen und ganz bestimmt später ihre Konsequenzen daraus ziehen. Ein Kind erinnert sich ein Leben lang daran, wer gut zu ihm war und wer nicht.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie, um weiterhin so gut für deine Tochter da zu sein. Ich hoffe, ihr hattet eine fröhliche Zeit zusammen im Zirkus. Deine Liebe, Fürsorge und gemeinsamen Erlebnisse werden deiner Tochter sehr viel bedeuten.

      Alles Liebe für euch Zwei

      Annabel

  12. Esther says:

    Hallo Annabel,
    auch ich hadere mit dem Umgang den mein Kind mit seinem Erzeuger hat. Der Umgang findet nur sehr unregelmäßig statt und endet meist mit Frust.

    Ich war 1 Jahr verheiratet als die Trennung kam eine wirkliche Bindung zum Vater hatte und hat mein Kind nicht zum Vater und es kommt von diesen sogenannten Besuchsstunden immer unter Tränen wieder zurück. Was da im einzelnen abgeht weiß ich leider nicht.

    Eigentlich will es nicht zum Vater muß aber von Gesetzes wegen.

    Das 1. Lebensjahr des Kindes verlief folgendermaßen:
    Vater arbeitete und abends ging er danach ins Fitnessstudio
    in den Tennisverein, im Winter Skifahren mit Freunden.
    Im Schnitt war er pro Tag in etwa 15 Min für sein Kind da.
    Auch am Wochenende hatte er viel Auszeit für sich muß sich ja von der vielen Arbeit erholen. Freizeitaktivitäten stressen ihn aber nicht.

    Ich beschloss unter anderem auch deshalb mich von ihm zu trennen weil er kaum für die Familie da war und wenn überhaupt dann für Schönes, wickeln, füttern und andere Carearbeiten waren ihm zu anstrengend.

    Heute ist das Kind beinahe 6 Jahre alt, geht immer noch nicht gerne zum Vater (stundenweise ca. 1 mal im Monat holt er sie). Eine wirkliche Beziehung konnten sie nie aufbauen es ist eher wie Pflichterledigung und Freude wenn sie dann wieder nach Hause kommen darf.

    Aber das was jetzt gelegendlich abgeht ist für das Kind und für mich eine Qual, die Besuchszeiten stressen uns alle, mehr Belastung als Freude. Das Kind ist dem Vater ausgeliefert.

    Stress total

    Dann lieber ohne Vater als mit einem solchen.

    Ich sehe diesen gelegentlichen Vater eher als eine Belastung
    für das Kind. Ohne wäre auf jeden Fall besser für die Entwicklung des Kindes es käme nämlich dann eher Ruhe in unser Leben.

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