Besinnliche Adventszeit: 12 Ideen, die dich schnell in Weihnachtsstimmung bringen

Besinnliche Adventszeit: 12 Ideen, die dich schnell in Weihnachtsstimmung bringen

Nicht weit von meinem Wohnort grenzt das Weihnachtsland an. Bei klarer Sicht sehe ich es sogar vom Fenster aus – das Erzgebirge. Drum kann ich es jedes Jahr kaum erwarten, dass der Dezember kommt und mit ihm der Zauber der Vorweihnachtszeit beginnt. Was in meinem Advent nicht fehlen darf, verrate ich dir in diesem Beitrag. Vielleicht gibt es unter den 12 Ideen für eine besinnliche Adventszeit etwas, das du selbst gerne übernehmen möchtest, um schnell in Weihnachtsstimmung zu kommen.

#1 Schwibbögen

Endlich ist es wieder so weit: Die Fenster leuchten warm und freundlich. Dekorative, holzgeschnitzte Lichterbögen mit den unterschiedlichsten Motiven laden zum Träumen ein.

Diese Tradition stammt aus dem Erzgebirge und hat ihren Ursprung in der Zeit des Bergbaus. Die Bergleute sahen in der dunklen Jahreszeit kein Tageslicht, da sie im Dunkeln früh zur Arbeit aufbrachen und erst abends, wenn es wieder dunkel war, aus dem Bergstollen kamen. Die Sehnsucht nach Licht war also besonders groß.

Auch heute noch symbolisiert der Schwibbogen Frieden, Heimeligkeit und Hoffnung. Und das wünschen wir uns doch alle. Deshalb darf er bei mir im Fenster auf keinen Fall fehlen.

#2 Weihrichkarzl

Auch die Tradition der Räucherkerzchen-Herstellung hat ihren Ursprung im Erzgebirge. Und noch heute werden sie dort zahlreich produziert. Doch ich muss sagen, es gibt Unterschiede in der Qualität. Ich bevorzuge die Weihrichkarzle von HUSS, da sie sehr angenehm und natürlich duften. Kein Wunder, da steckt eben Natur pur drin.

Außerdem: Is Karzl von HUSS hat im Erzgebirge Kultstatus. Deshalb vergeht kein Advent ohne die witzigen Karzl-Geschichten. Und das Beste: Jedes Jahr erscheint eine neue Episode. Ich lieb’s! Wenn auch du dich vom Karzl unterhalten lassen möchtest (natürlich in erzgebirgischer Mundart), schau gerne mal in diese kurzen Episoden rein:

Hat es dir gefallen und du bekommst wie ich nicht genug davon? Dann gibt es hier noch mehr Karzl-Geschichten!

#3 Adventsgesteck

Ob Adventskranz oder -gesteck, etwas Grünzeug mit vier Kerzen muss in der Adventszeit auf den Tisch! Denn an jedem Adventssonntag soll eine Kerze mehr entzündet werden.

Wenn dir beim Anzünden der vierten Kerze einfällt, du hast noch gar keine Geschenke besorgt, dann dürftest du ganz schön ins Schwitzen kommen. Damit das nicht passiert, hilft gute Vorbereitung. Ich versuche alles, was ich schenken will, bereits im November zu besorgen. Klappt nicht immer, aber meist fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. So kann ich die Adventszeit umso mehr genießen, wenn da nicht im Hinterkopf die Frage drückt: „Was soll ich bloß schenken?“

#4 Adventskalender

Die verbleibende Zeit bis Weihnachten lässt sich nicht nur mit einem Adventsgesteck messen. Auch ein Adventskalender tut seinen Job und das noch viel eindringlicher. Denn jeden Tag im Dezember bis zum Heiligen Abend öffnest du ein Adventstürchen. Es erinnert dich liebevoll daran, dass Weihnachten näher rückt. Wenn du also noch etwas vorzubereiten hast, teil es dir gut ein, um nicht in Stress zu geraten.

Dabei muss der Kalender selbst nichts mega Abgefahrenes sein. Ein einfacher Adventskalender mit Vollmilchschokolade hat mich als Kind immer glücklich gemacht. Den gibt es sogar in Bio-Qualität, wenn du wie ich Wert darauf legst. Sogar heute noch freue ich mich im Advent auf eins von 24 Schokoladenstückchen. Diese Tradition gebe ich nicht auf, nur weil ich „groß“ bin.

#5 „Das Weihnachtsgeheimnis“

Neben dem althergebrachten Adventskalender darf in meiner Adventszeit auch „Das Weihnachtsgeheimnis“ von Jostein Gaarder nicht fehlen. Das ist eine Adventskalendergeschichte mit 24 Kapiteln. Sie erzählt auf unterhaltsame, spannende und lehrreiche Weise, warum wir eigentlich Weihnachten feiern.

So kannst du mit der ganzen Familie ein kleines vorweihnachtliches Ritual daraus machen: Jeden Tag darf ein anderes Familienmitglied ein Kapitel vorlesen. Das Smartphone, Fernseher und andere störende Geräte bleiben dabei ausgeschaltet. Besinnlichkeit steht im Vordergrund. Es wird gemütliches Licht angemacht, ein Weihrichkarzl angezündet und für jeden ein leckerer Tee aufgebrüht. So rückt die Familie im letzten Monat des Jahres noch einmal richtig schön zusammen. Genauso kannst du es dir mit deinem Partner gemütlich machen. Oder wenn du alleine wohnst, auch das mit Gemütlichkeit zelebrieren.

Wenn Lesen nicht so dein Ding ist, gibt es die wunderbare Geschichte auch zum Anhören.

🔗 Eine schöne Geschenkidee zu Weihnachten, um Leseratten eine Freude zu machen, sind Bücher: Hier gibt es meine 5 Lieblingsbücher von Jostein Gaarder zu entdecken.

#6 Weihnachtsmärkte

Liebst du es auch, in der Adventszeit über die Weihnachtsmärkte zu bummeln? Oder ist dir das zu viel Gedränge? Eine Alternative zu den großen, stark besuchten Weihnachtsmärkten sind jene in den kleineren Städten und Ortschaften.

Was mich angeht: Ich mag sie alle. Ob groß oder klein, ob historisch oder traditionell. Jedes Jahr freue ich mich wieder darauf, die vorweihnachtliche Stimmung in mir aufzunehmen, etwas Leckeres zu schlemmen und die Zeit dort mit den Lieben oder zu zweit zu genießen. Außerdem lerne ich gerne neue Weihnachtsmärkte kennen. Du auch? Dann entdecke hier die schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

Weihnachtsmarkt im Erzgebirge

Meiner Meinung nach befinden sich die schönsten – wie kann es anders sein – im Weihnachtsland Erzgebirge. Deshalb zieht es mich vor allem dorthin. In jedem Fenster der Städte und Dörfer brennen die goldenen Lichter der Schwibbögen. Überall gibt es die Erzgebirgische Volkskunst zu bewundern. Es werden Bergparaden gehalten. Und als i-Tüpfelchen gibt es meistens auch noch Schnee dazu. Wos kahs denn schenners gahm? (…um’s mal auf Erzgebirgisch auszudrücken)

#7 Nikolaus

Je mehr wir weggeben, desto reicher werden wir. Und je mehr wir für uns behalten, desto ärmer bleiben wir. Das ist das Mysterium der Freigebigkeit, nicht mehr und nicht weniger.“ – Jostein Gaarder, „Das Weihnachtsgeheimnis“

Diese kostbaren Worte spricht Bischof Nikolaus im eben genannten Buch. Inspiriert von diesem Heiligen könnten auch wir Nikolaus spielen.

Mein Vorschlag: Überrasche doch mal deine Nachbarn mit einem Besuch vom Nikolaus. Das heißt nicht, dass du dir einen roten Mantel überwerfen und einen weißen Bart ins Gesicht heften sollst. Die Idee ist eher, heimlich nachts je einen Schokoladenweihnachtsmann vor die Türen deiner Nachbarn zu stellen. Das kostet nicht viel, kann aber große Freude bereiten (oder Rätsel aufgeben). Bedenke auch die Grummeligen oder Griesgrämigen unter ihnen. Möglicherweise haben gerade die eine kleine Aufmunterung nötig. Wichtig: Lass dir hinterher auf keinen Fall anmerken, dass du der Nikolaus warst! Denn das würde das Mysterium der Freigebigkeit zerstören.

Meiner Auffassung nach besteht wahre Freigebigkeit nämlich darin, die anderen von deiner Wohltätigkeit nichts wissen zu lassen. Denn anderenfalls könnte es dazu führen, dass sich die Beschenkten revanchieren wollen. Das ist aber nicht im Sinne der Freigebigkeit

#8 Weihnachtsmusik

Das Hören von Weihnachtsmusik versetzt uns Erwachsene in die Weihnachtszeit unserer Kindheit zurück. Wir waren damals noch ganz hippelig vor Vorfreude. Für uns gab es noch keinen Geschenke-Einkaufs-Marathon zu bewältigen, der uns heute in den Wahnsinn treibt. Auch blieben wir von stressigen Großputzaktionen und anderer Nerven raubender Vorbereitungen verschont. Wir freuten uns noch aufs Plätzchenausstechen und all die Cousinen und Cousins, die zum Heiligen Abend zu Besuch kamen. Gemeinsam versteckten wir uns ängstlich kichernd vorm Weihnachtmann, wenn er polternd an der Tür anklopfte. Ja, solche Erinnerungen werden beim Hören der Weihnachtsmusik wieder wach. Und damit wecken sie die spannungsgeladene, freudige Stimmung, die wir mit Weihnachten verbinden.

#9 Weihnachtsfilme

Sie gelten als kitschig. Doch gerade das ist es, was man manchmal benötigt, um der verwirrenden Außenwelt zu entkommen. Gute Weihnachtsfilme beruhigen das Gemüt und versprühen eine Botschaft der Liebe, des Mitgefühls und der Fürsorge. Eine gespaltene Welt wird zusammengeführt und am Ende seufzt das Herz: „Ach, könnte es doch nur so einfach sein!“

Zwei meiner All-Time Favorites erzählen im Grunde genau die Geschichte: Jemand spaltet sich von der Gemeinschaft ab, will mit den Normalsterblichen nichts zu tun haben – sei es, weil er einst von ihnen verletzt wurde oder weil er sich für etwas Besseres hält. Doch im Laufe der Story führt das ehrliche Interesse eines unvoreingenommenen Kindes an diesem Sonderling zu einer neuen Verbindung mit dieser von ihm sonst so verabscheuten Gesellschaft. Der unermüdlich kindliche Glaube an das Gute in dem Griesgram holt ihn letztendlich in die Gemeinschaft zurück, wo er zum ersten Mal aus vollem Herzen glücklich ist.

Der eine Film, der diese Story erzählt, ist „Der Grinch“, der andere ist „Der kleine Lord“. Beide Filme schaue ich mir in jeder Adventszeit einmal an.

Übrigens: Weihnachtsfilme schauen macht erwiesenermaßen glücklich.

#10 Stollen backen

Ich gebe es zu, ich bin gar nicht so ein Stollen-Liebhaber. Aber es gibt da ein Rezept von meiner Schwiegerfamilie – das liebe ich! Denn alles, was ich am Stollen nicht mag, ist da nicht drin: Zitronat, Orangeat, Rum. Drum backe ich, seit ich dieses einfache Rezept kenne, zu jeder Adventszeit diesen leckeren Quarkstollen. Falls du auch nach einer Alternative zum klassischen Christstollen suchst, hier sind die

Zutaten (für 2 Stollen):

  • 1 kg Mehl
  • 500 g Zucker
  • 500g Quark
  • 500 g Butterschmalz
  • 3 Eier
  • 200 g Mandeln (gerieben)
  • 1 Fläschchen Bittermandelaroma
  • 300 g Rosinen
  • 1 Zitronenschale (abgerieben)
  • 2 Pck Vanillezucker
  • 2 Pck Backpulver
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten werden zu einem Teig geknetet und zu zwei Stollen geformt in den Ofen bei 180 °C 60 Minuten gebacken. Später, wenn die Stollen abgekühlt sind, werden sie jeweils mit einem halben Stück geschmolzener Butter bestrichen und mit Puderzucker bestäubt. Butter und Puderzucker dabei im Wechsel auftragen, bis die Butter aufgebraucht ist.

#11 Über den ersten Schnee freuen

Wie verzaubert sieht die Landschaft aus in ihrem weißen Kostüm. Am liebsten würde ich auf der Stelle alles stehen und liegen lassen und hinaus laufen in die weiße Pracht. Ich liebe das Glitzern in der Luft und das Knirschen unter meinen Schuhsohlen. Allerdings muss ich auch kein Auto abkratzen oder Schneeschippen. Ganz unbeschwert kann ich den ersten Schnee genießen. Von heute auf morgen kann die Welt wegen des leuchtenden Schnees viel freundlicher wirken. Und das hebt natürlich die Stimmung in der dunklen Jahreszeit.

Vielleicht magst du mit lieben Freunden durch den Winterwald spazieren. Gönnt euch an einem schönen Plätzchen mitgebrachten heißen Tee oder Glühwein. Oder aber ihr wärmt euch hinterher mit einem Heißgetränk zu Hause in der warmen Stube auf. Dazu Weihnachtsmusik und Plätzchen. Indem wir die Kälte spüren, wissen wir die Wärme erst richtig zu schätzen. Dieser Kontrast macht für mich die Adventszeit auch aus.

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#12 Krippenspiel

Am Heiligabend das Krippenspiel in der Kirche anzuschauen, gehörte in meiner Kindheit zu einem festen Ritual in unserer Familie. Mit einer Organistin als Oma nicht verwunderlich. Zwar bin ich selbst nicht religiös, aber noch heute gehe ich gerne zum Krippenspiel. Für mich leitet es Weihnachten ein. Ohne das fühlt sich der Heilige Abend irgendwie unvollständig an.

Jetzt könnte man meinen: Was hat jemand, der nicht an Gott glaubt, in der Kirche zu suchen? Das ist doch heuchlerisch. Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Ich finde es generell nicht verkehrt – nein, sogar wichtig! –, auch Anschauungen Aufmerksamkeit zu schenken, die die eigenen Vorstellungen übersteigen oder davon abweichen. Man kann schließlich nicht oft genug über den eigenen Horizont hinausschauen. Außerdem sind die christlichen Werte gute Werte, an denen man sich orientieren kann, ob man nun gläubig ist oder nicht.

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Nun wünsche ich dir eine besinnliche Adventszeit. Ich hoffe, die Weihnachtsstimmung legt sich in dein Herz und macht diese letzten Wochen des Jahres zu einer glücklichen Zeit. Wenn du magst, erzähle mir in den Kommentaren, was in deiner Adventszeit nicht fehlen darf. Ansonsten lass es dir gut gehen!

Deine Annabel


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