Nutze deine Zeit: So bekommst du, was du willst [Teil 3]

Zeit nutzen

Es war einmal eine kleine Fee, die träumte davon, den Erwachsenen ihre tiefsten Wünsche zu erfüllen. Doch dieser Traum war weit weg von der Wirklichkeit. Denn kein Erwachsener glaubte noch an Märchengestalten. Die kleine Fee fragte sich, wie sie die großen Leute von ihrer Existenz überzeugen könnte. Da kam ihr eine Idee: „Ich muss zunächst nur einem Erwachsenen drei seiner sehnlichsten Wünsche erfüllen. Dann würde es sich schon herumsprechen.“ Sie überlegte sich, dass Menschen mit ausgeprägter Fantasie möglicherweise zugänglicher für zauberhafte Wesen waren. Vielleicht fielen sie auch nicht gleich aus den Schuhen, wenn ihnen plötzlich eine Fabelgestalt erschiene, die mit ihnen sprach. Das war zumindest ihre Hoffnung. Um eine solche Person zu finden, müsste sie überall nach ihr suchen. Und damit plante sie ihr Vorgehen.

Um deine Wünsche zu verwirklichen braucht es keine Magie, aber ein bisschen Glauben an dich und etwas Vertrauen in deine Fähigkeiten wäre sicherlich von Vorteil. Wenn du unerfüllte Träume hast und diesen näherkommen möchtest, dann lies unbedingt weiter. Du wirst gleich erfahren, wie du deine Zeit nutzt, um das zu bekommen, was du willst.

Wenn du noch nicht weißt, was du willst, du dir aber eine Veränderung im Leben ersehnst, schau erst einmal im vorherigen Teil vorbei. Dort entdecken wir Schritt für Schritt die Wünsche, die in dir schlummern.

Dein Plan, um zu bekommen, was du willst

Sicherlich hast du schon einmal den Spruch gehört: Pass auf, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen!

Um Missverständnisse vorzubeugen, solltest du dir deshalb einmal gedanklich genau ausmalen, wie dein Wunsch-Leben in Zukunft aussehen soll. Stell es dir so detailliert wie möglich vor, als würde eine Fee zur Unterstützung deine Gedanken mitverfolgen, in denen du deinen Traum bereits lebst. Umso klarer du dein glückliches Leben vor dir siehst, desto eher richtest du deine Energie danach aus.

Die nächsten sechs Schritte zeigen dir, wie du dabei vorgehen könntest.

Schritt 1: Die Vision

Wie alt bist du in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren? Such dir ein Alter in der Zukunft aus und mache gedanklich eine Reise dorthin: Du bist jetzt … Jahre alt. Wie sieht dein Leben aus? Am besten du schreibst es dir auf und beantwortest dir dabei Fragen wie: Was tue ich für meine Gesundheit? Wer sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben?  Was mache ich beruflich? Wie sieht meine Freizeitgestaltung aus?

Male dir einen ganz gewöhnlichen Tag in deinem zukünftigen Leben aus. So, wie du ihn dir wünschen würdest. Du kannst dir auch überlegen, wie eine Woche oder gar ein Jahr in deiner Zukunft aussieht. Notiere dir, wo du im Alter von … stehen willst. Und formuliere alles so, als wärst du bereits dort angekommen (z.B.: „Ich bin … Jahre alt und sehr glücklich, weil…“)

Achte beim Schreiben unbedingt auf dein Bauchgefühl. Deine Vision muss sich gut anfühlen. Wenn nicht, stimmt sie nicht mit deinen wahren Wünschen überein. In dem Fall musst du herausfinden, was sich nicht stimmig anfühlt und warum das so sein könnte (lies dazu noch einmal Teil 2). Vielleicht ist ein Wunsch, den du hast, in Wirklichkeit eine Erwartung, die ein anderer an dich stellt? Oder du wünschst dir etwas, weil du glaubst, es wäre das Richtige.

Wenn du dir eine Vision erarbeitet hast, mit der du zufrieden bist, lies sie dir ruhig jeden Abend vorm Einschlafen einmal durch oder denk zumindest an sie. Eines Tages wirst du vielleicht Ergänzungen vornehmen wollen. Oder aber etwas streichen, was sich nicht mehr richtig anfühlt. Die Vision entwickelt sich dein Leben lang weiter, denn du entwickelst dich weiter.

Schritt 2: Nächstes Jahr

Um den Jahreswechsel ist immer ein guter Zeitpunkt, um deine Lebensvision zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen. Reflektiere dafür das vergangene Jahr. Auf Zeitblüten.com habe ich eine schöne Liste an Fragen entdeckt, die du dir jedes Jahr in diesem Zusammenhang beantworten könntest. Danach kannst du dir überlegen, was du im kommenden Jahr für dein Wunschleben tun möchtest.

Unsere kleine Fee, zum Beispiel, würde sich für das folgende Jahr vornehmen, einem Erwachsenen drei Wünsche zu erfüllen. Vielleicht bist du der oder die Auserwählte? Welche drei Wünsche könnte sie dir also im kommenden Jahr erfüllen (für den Fall, dass sie dich besucht)?

Schritt 3: Nächstes Quartal

Wenn du gerade dabei bist, könntest du zum Jahreswechsel deine nächsten drei Monate grob planen. Was wäre in drei Monaten für dich realistisch machbar? Mach dir maximal drei Stichpunkte zu dem, was du willst. Ende März schaust du dann, was du davon umgesetzt hast. Schreib dir dafür gerne eine Erinnerung in deinen Kalender.

Ab da überlegst du, was du für die weiteren drei Monate realisieren kannst. Ende Juni prüfst du abermals, was geklappt hat und was nicht. Passe spätestens alle drei Monate deinen Kurs an. So gehst du weiter vor bis September und schließlich kommst du – wer hätte das gedacht – wieder im Dezember an, wo du die Schritte eins bis drei wiederholst.

Die kleine Fee nimmt sich beispielsweise für die nächsten drei Monate vor, nur einen Erwachsenen zu finden, der an sie glaubt, damit sie ihm bei seinen Wünschen mit etwas Feenstaub weiterhelfen kann.

Schritt 4: Nächster Monat

Falls du dir für die kommenden drei Monate mehrere Dinge vorgenommen hast, suche dir jetzt das wichtigste Vorhaben aus und plane es dir so ein, dass du am Ende des Monats eine Gewohnheit daraus etabliert hast. Danach kannst du dir das nächste vornehmen. Hat das nicht geklappt, überlege, woran das gelegen haben könnte und finde eine passende Lösung:

  • War der Aufwand zu groß – musst du kleiner anfangen?
  • Warst du gar unterfordert – brauchst du mehr Anreize/mehr sichtbaren Erfolg?
  • War die Zeit zu knapp – brauchst du mehr davon?
  • Oder ist es vielleicht doch nichts für dich – kostet es dich zu viel Energie, als dass du welche zurückerhältst?

Am Feen-Beispiel erklärt:

Unser zierliches Fabelwesen nimmt sich für den folgenden Monat vor, 1001 Erwachsene zu besuchen, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Sie scheitert an dieser Überforderung. Es ist zu unrealistisch. Also nimmt sie sich den darauffolgenden Monat nur 11 Menschen vor. Doch das wiederum ist ihr zu wenig. Sie hat das Gefühl überhaupt nichts für ihren Traum zu tun. Also beschließt sie 101 Menschen pro Monat zu besuchen. Das schafft sie schon eher. Aber nicht, wenn sie nur an einem Tag der Woche ausfliegt. Sie muss schon mindestens an fünf Tagen raus in ihr Abenteuer. Erst dann merkt sie, ob sie darin aufgeht oder ob sie sich doch lieber anderen Dingen widmen will. Aber zum Glück liebt sie es, bei den Menschen zu sein und ist schon ganz gespannt, wer sie in seiner Nähe entdeckt, ohne sie wegzuscheuchen wie ein aufdringliches Insekt.

Schritt 5: Nächste Woche

Jetzt wird es konkreter. Nimm dir an einem Tag der Woche etwas Zeit für die Wochenplanung. Was möchtest du diese Woche erledigen? Du weißt ja, was die wichtigste Aufgabe des Monats ist. Mach sie nun also zur wichtigsten Aufgabe der Woche. Wie viel Zeit möchtest du dafür reservieren?

Die kleine Zauberfee nimmt sich vor, an fünf Tagen die Woche auszufliegen, um sich auf die Suche nach fantasiebegabten Menschen zu machen, die sie von ihrer Existenz und Magie überzeugen kann. Von Tag zu Tag entfernt sie sich somit mehr von dem Ort, an dem sie einst traurig auf einer Blüte saß und mit einer Biene über den Sinn des Lebens philosophierte.

Schritt 6: Nächster Tag

Jetzt geht es ans Eingemachte. Am Abend lässt sich der nächste Tag in Ruhe planen. Wie viel Zeit hast du morgen für deine neue Gewohnheit? Markiere dir diesen persönlichen Termin fest in deinem Kalender. Frage dich auch, wie du diesen Termin nutzen möchtest und mache dir entsprechende Notizen.

Die kleine gute Fee überlegt sich für den nächsten Tag, wie sie den Ablauf ihrer Besuche gestalten möchte. Mit der Zeit wird sie für sich Verbesserungen vornehmen oder ganz neue Vorgehensweisen entwickeln. Bis sie es eines Tages schafft, dass ein Mensch sie nicht mehr ignoriert, wenn sie ihm erscheint.

Baukasten des Glücks

Deine Wünsche sind Teil deines Baukastens des Glücks. Wenn du weißt, was dir Freude bereitet, integriere es in dein Leben. Je mehr Glücksspender du in deinen Tag einbaust und je mehr schlechte Gewohnheiten dafür weichen müssen, desto glücklicher wirst du sein.

Frage dich deshalb auch, was du in deinem Alltag loswerden willst. Was nützt dir beispielsweise das Gejammer über die schlechte, ungerechte Welt? Ab in den Müll damit! Fang erstmal an, deine eigene kleine Welt in Ordnung zu bringen, ehe du dich über die große hermachst. Setze einen Glücksbaustein nach dem anderen in dein Leben ein und du wirst dieses Glück schon bald nach außen tragen.

ABER VORSICHT: Es bringt nichts, dir Pläne zu schmieden, zu denen du dich zwingen musst, nur um am Ende ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Genauer gesagt könnte das sogar eine große Zeitverschwendung sein. Es gibt nun mal trotz der besten Pläne nie eine hundertprozentige Garantie dafür, dass du bei deinem auserwählten Ziel auch wirklich ankommst. Es gibt auch keine Garantie, ob dich das Ziel, wenn du es erreichst, so glücklich macht, wie du es dir zuvor vorgestellt hast. Aber das ist alles nicht so tragisch, wenn du den Weg dorthin genießt. Lies dazu gerne auch meinen Beitrag: Der Teufel hinter den Zielen: Warum dich deine To-Do’s unglücklich machen

Mach dir mit der Planung also keinen Druck. Nimm dir so viel Zeit wie du dir nehmen willst. Und genieße die neuen Gewohnheiten, die du dir schaffst. Der Rest ergibt sich. Denn wer Freude aussendet, bekommt sie vermehrt zurück. So ist das im Leben. 😉

Im vierten und letzten Teil geht es an die Umsetzung: Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg – So sperrst du deinen inneren Schweinehund vor die Tür

Die ersten beiden Teile dieser „Wunscherfüllungs-Reihe“ findest du hier:

Und? Wie steht’s um deine Wünsche? Bist du ein Mensch, der gerne plant? Oder lässt du alles auf dich zukommen? Wie zufrieden bist du mit deiner Variante der Wunscherfüllung? Lass es mich gerne wissen und hinterlasse einen Kommentar. Ich bin sehr gespannt auf deine Erfahrungen!

Außerdem freue ich mich, wenn du mir auf Twitter und Facebook folgst, dann verpasst du keinen neuen Beitrag mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.