Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg – So sperrst du deinen inneren Schweinehund vor die Tür

Sperr den inneren Schweinehund vor die Tür

Hat sich die kleine Zauberfee schon bei dir blicken lassen, um deine Wünsche zu erfüllen? Kennst du deinen größten Wunsch überhaupt? Und wie genau würdest du ihn beschreiben? Nicht, dass du am Ende das Falsche bekommst… Die wichtigste Frage, die ich dir aber stellen muss: Bist du bereit, deinen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen?

Es braucht eine ordentliche Portion Willenskraft, um sich aus den Fängen des inneren Schweinehunds zu befreien. Du kennst seinen Namen: Er heißt Bequemlichkeit. Da kommt selbst eine gute Fee nicht dagegen an. Wenn du nicht bereit bist für deine Veränderung – deine Wunscherfüllung –, dann wirst du für immer dortbleiben, wo dich der Hund gefangen hält.

Aber du willst ihn endlich vor die Tür sperren, sonst hättest du den Beitrag sicherlich nicht geöffnet. Darum zeige ich dir hier, wie du deine Willenskraft trainieren kannst. Denn wo kein Wille ist, ist auch kein Weg.

Trainiere deine Willenskraft!

Zum Glück ist es möglich den Willen zu trainieren. Du musst also nicht auf der Couch verweilen, aus Furcht vor den gefletschten Zähnen und dem Knurren des Schweinehundes zu deinen Füßen. Ja, er ist friedlich, solange du in seiner Herrschaft bist. Aber es ist nie ratsam, einem Hund das Sagen zu überlassen.

Deshalb nutze deinen Willen, um zu bekommen, was du dir wünschst. So wirst du frei!

Das klappt natürlich nicht von heute auf morgen, das ist dir bestimmt klar. Aber es gibt einen Trick, wie du den Hund an die Leine bekommst: Schaffe dir neue Routinen! Das ist bequem, da eine gefestigte Routine kaum mehr Willenskraft erfordert. So kannst du die schlechten Gewohnheiten zusammen mit dem Schweinehund allmählich vor die Tür führen. Und dann sperr sie zu!

Da es anfangs Willenskraft erfordert, um seine Verhaltensmuster umzugewöhnen, gibt es nun ein bisschen Training dafür:

1. Die Basis für deine Willensstärke

Wenn du dein Leben ändern willst, solltest du deinen Körper zuvor gut mit Nährstoffen versorgen, ihn in Bewegung bringen und genug Entspannung ermöglichen. Denn diese drei Faktoren (Ernährung, Bewegung, Entspannung) sind die Basis für deine Willensstärke.

Ein Körper, der unterversorgt ist, weil er mit Fastfood und Zucker gefüttert wird, ist natürlich nicht so leistungs- und willensstark wie einer, der durch frische Kost über ausreichend Vitamine und Mineralstoffe verfügt.

Ein Körper, der sich gerade mal von einer Sitzgelegenheit in die nächste schleppt, ist nicht so kraft- und energievoll wie einer, der die Bewegung sucht.

Und ist der Körper unausgeruht, zwingt ihn die Schlappheit immer häufiger in die Horizontale, bis er eines Tages gar nicht mehr aufsteht.

Wenn du dir also Schritt für Schritt diese drei Faktoren vornimmst und sie zu einem Teil deines Lebens werden lässt, wirst du merken, wie sie deine Willenskraft immer mehr stärken.

Sei also den anderen voraus und bring deinen inneren Schweinehund zum Jaulen, indem du dein Willenstraining noch heute beginnst:

2. Wer willst du NICHT (mehr) sein?

Um die Gewohnheiten aus Schritt eins in deinen Tag einbauen zu können, solltest du zuvor den Entschluss gefasst haben, wer oder wie du nicht mehr sein willst. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Ich möchte mich nicht mehr von Junkfood ernähren!
  • Ich möchte kein Couchpotato mehr sein!
  • Ich möchte nicht mehr erst fünf Uhr morgens ins Bett gehen, wenn mich der Wecker sechs Uhr weckt!

Damit du dir neue Verhaltensweisen angewöhnen kannst, müssen alte weichen. Aber dazu solltest du eben auch bereit sein, sonst wird das nichts werden. Sei fest entschlossen, dein Verhalten zu ändern – das gehört zum Willenstraining!

Dafür nimmst du dir nur eine Gewohnheit vor, die du erstmal umsetzt. Nicht zu viel auf einmal, denn dein Wille muss erst aufgebaut werden. Du möchtest doch nicht, dass der innere Schweinehund doch noch über dich siegt?!

3. In 30 Tagen zu einem neuen ICH

Wenn du dir eine neue Gewohnheit zulegen möchtest, fang damit an, sie innerhalb der nächsten 30 Tage zum festen Bestandteil deines Lebens zu machen. Manchmal benötigt eine neue Verhaltensweise aber auch bis zu 90 Tage. Prüfe deshalb jeden Monat, wie es gelaufen ist, warum du eventuell nicht durchgehalten hast, und suche eine Lösung dafür. Mit diesem angepassten Kurs nimmst du die nächsten 30 Tage in Angriff.

4. Scheitern ist normal

Nicht immer funktioniert alles gleich so wie man es möchte. So leicht macht es dir dein innerer Schweinehund auch wieder nicht. Neue Gewohnheiten brauchen Zeit. Es wird öfters Rückschläge geben, von denen du dich aber nicht entmutigen lassen darfst. Das ist auch Teil des Trainings. Indem du jedes Mal, nach einem gescheiterten Versuch weiter machst, wächst dein Wille.

Mit einem starken Willen kannst du fast alles erreichen, was du möchtest. Deshalb lohnt sich die Mühe, die du darin investierst. Wie du dabei mit Niederlagen umgehst und am besten damit fertig wirst, erfährst du in meinem Beitrag inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung: Gescheitert: Was dir hilft, um nicht daran zu zerbrechen.

Deine 30-Tage-Challenge

Nun geht’s los! Was möchtest du in den nächsten 30 Tagen umsetzen? Welche neue Gewohnheit führt dich zu dem Leben, von dem du heute träumst?

Nimm dir jetzt am besten einen Kalender zur Hand, schlage die aktuelle Monatsübersicht auf und benenne die Routine, die du in dein Leben integrieren möchtest. Schreibe diese obendrüber – zum Beispiel: „Ich trinke 1,5 Liter Wasser am Tag.“

Überlege, was du bereit bist dafür aufzugeben – zum Beispiel: „Ich trinke keine Limo mehr.“

Als nächstes fragst du dich, was dich daran hindern könnte, deine Challenge durchzuhalten. Was könntest du dagegen tun? Mach dir deine neue Gewohnheit so bequem wie möglich und andersrum die alte so unbequem wie möglich. Das heißt: In unserem Beispiel stellst du dir das Wasser griffbereit zurecht, während du die Limo in den Keller schaffst oder im besten Fall gar nicht mehr im Hause hast.

Und dann hakst du jeden Tag ab, an dem du deine „Aufgabe“ erfüllt hast. Dein innerer Schweinehund wird sich bei so viel Motivation freiwillig verkrümeln.

Lass dich aber bloß nicht davon entmutigen, falls du es einmal oder zweimal nicht geschafft hast. Deswegen ist die Challenge nicht verloren. Mach einfach am folgenden Tag weiter damit. Am Ende des Monats ziehst du dein Resümee.

Wenn du zufrieden mit dir bist, kannst du dir eine neue Challenge suchen. Wenn nicht, bleib noch ein, zwei weitere Monate bei dieser, bis dir dein neues Verhalten ganz natürlich vorkommt.

Nun siege über deinen inneren Schweinehund!

Starte noch heute mit deinem Willenstraining oder plane es dir fest für den nächsten Monat ein. Schreib es gleich jetzt in deinen Kalender! Was möchtest du in diesem Monat Tag für Tag umsetzen? Welche gute Gewohnheit würde deinem Leben mehr Qualität verleihen? Mit jeder neuen Routine, die du dir nach und nach vornimmst, wirst du zu einem ganz neuen Lebensgefühl gelangen. Du wirst selbstbestimmter, bewusster und glücklicher denn je!

Und dein innerer Schweinehund? Der kriecht demütig davon und sucht sich andere leichter zu bezwingende Opfer.

Wenn du dir gerne (noch einmal) die Übersicht für deinen Weg zur Wunscherfüllung vor Augenführen möchtest, lies: Ein Wunsch, ein Plan und der Wille es zu tun – So findest du deinen Weg ins Glück (Teil 1)

Die letzten beiden Teile dieser Wunscherfüllungs-Serie findest du hier:

Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, welche Gewohnheit du dir aneignen willst und wie du damit zurechtkommst. Schaffst du es, deine 30-Tage-Challange durchzuhalten? Was möchtest du anderen mit auf den Weg geben? Vielleicht können wir gemeinsam noch ein paar Tipps sammeln.

Viel Erfolg!

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