Wie extrovertiert gehst du auf deine Mitmenschen zu?

Wie extrovertiert trittst du auf?

Im Big-Five-Persönlichkeitsmodell wird zwischen 5 Faktoren unterschieden, die den Charakter eines Menschen näher beschreiben sollen. Extraversion ist einer dieser Charaktermerkmale. Finde jetzt heraus, wie extrovertiert du auf deine Mitmenschen zugehst und beantworte sogleich die folgenden Fragen!

Bist du extrovertiert?

Diese fünf Fragen helfen dir, es herauszufinden:

  • Fällt es dir leicht, neue Kontakte zu knüpfen?
  • Verfügst du über einen großen Freundeskreis?
  • Liebst du es, etwas mit anderen zu unternehmen?
  • Lässt du andere an deinem Leben teilhaben, indem du sie unterhältst?
  • Übernimmst du gerne die Führung?

Wenn du all diese Fragen mit einem eindeutigen „Ja!“ beantworten kannst, ist deine Extraversion stark ausgeprägt.

Auf dich passen Worte wie:

aktiv, aufgeschlossen, energiegeladen, extrovertiert, gesellig, gesprächig, kommunikativ, kontaktfreudig, lebhaft, offenherzig

Bist du introvertiert?

Beantworte dafür die folgenden fünf Fragen:

  • Bist du vorsichtig beim Kennenlernen neuer Leute und hältst dich erst mal zurück?
  • Hast du wenige gute Freunde?
  • Benötigst du viel Zeit für dich, um deine Energie aufzuladen?
  • Hörst du anderen gerne zu und lässt sie ausreden?
  • Stehst du ungern im Mittelpunkt?

Wenn du all diese Fragen mit einem eindeutigen „Ja!“ beantworten kannst, ist deine Extraversion schwach ausgeprägt.

Auf dich passen Worte wie:

aufmerksam, introvertiert, kontaktscheu, nachdenklich, ruhig, schüchtern, selbstreflektiert, unnahbar, verschlossen, zurückhaltend

Bist du ambivertiert?

Die letzten fünf Fragen werden dir darauf eine Antwort geben:

  • Kannst du die zehn Fragen oben kaum eindeutig mit „Ja!“ beantworten?
  • Hast du das Gefühl, andere Menschen gut einschätzen zu können?
  • Kommst du allein genauso gut zurecht wie unter Menschen?
  • Passt du dein Auftreten der jeweiligen Situation oder deinem Gegenüber an?
  • Denkst du über anstehende Entscheidungen gut nach, besprichst die Angelegenheit aber noch mit Freunden und Kollegen?

Wenn du diese Fragen überwiegend mit Ja beantworten kannst, ist deine Extraversion ausgeglichen.

Auf dich treffen Beschreibungen beider Ausprägungen zu.


Vor- und Nachteile der stark oder schwach ausgeprägten Extraversion

Jede Charakteristik hat ihre Vor- und Nachteile. Es ist also keine Ausprägung zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Du bist in jedem Fall richtig so, wie du bist!

Stark ausgeprägte Extraversion

Vorteile:

Dir fällt es leicht, neue Freundschaften zu knüpfen. Die Zeit, die du dabei mit anderen Leuten verbringst, genießt du in vollen Zügen. Denn so tankst du neue Energie. Diese wiederum braucht Aktivität, um sie rauszulassen. Deshalb unternimmst du gerne etwas in der Gruppe. Du bist wie ein offenes Buch, weil du die Menschen nicht nur mit spannenden Geschichten unterhältst, sondern auch offen zeigst, was dich bewegt und wie du dich fühlst.

Nachteile:

Das Alleinsein tut dir gar nicht gut. Zumindest hältst du die Stille kaum aus. Das sorgt dafür, dass du auf Kontakte angewiesen bist. Ohne sie fühlst du dich schnell verloren. Dabei überforderst du deine Mitmenschen auch manchmal mit deiner Redseligkeit. Sie fühlen sich über den Mund gefahren, wenn du sie unterbrichst, weil du nicht die Geduld und Aufmerksamkeit hast, solange zuzuhören. Manche brauchen auch nicht so viel Geselligkeit, weshalb du ihnen aufdringlich erscheinen könntest.

Tipps im Umgang mit deiner stark ausgeprägten Extraversion:

  • Wenn du ständig unter Strom stehst, versuche dich doch mal fünf Minuten in der Stille zu entspannen. Übe dich darin, das Alleinsein auszuhalten. Oder beobachte doch mal schweigsam deine Umgebung. Was fällt dir auf einmal alles auf?
  • Achte darauf, andere im Gespräch nicht ständig zu unterbrechen. Lerne zuzuhören. Frage auch mal nach und warte nicht nur ab, bis du wieder zu Wort kommst.
  • Sei den ruhigeren Zeitgenossen gegenüber rücksichtsvoll. Nicht jeder hat das Bedürfnis, sich ausgiebig mitzuteilen. Respektiere dies und hab Verständnis, wenn jemand länger braucht, sich zu öffnen.

Schwach ausgeprägte Extraversion

Vorteile:

Mit dem Alleinsein kommst du ausgezeichnet zurecht. Auf Gesellschaft bist du demnach überhaupt nicht angewiesen. Im Gegenteil. Du brauchst die Zeit für dich allein, um deine Energie aufzuladen. Das gelingt dir hauptsächlich in der Stille. Deine Unaufdringlichkeit ist ein angenehmer Charakterzug. Von deinen Mitmenschen wirst du außerdem als gute Zuhörerin, guter Zuhörer geschätzt. Denn du interessierst dich für die Geschichten der anderen. An oberflächlichen Bekanntschaften bist du allerdings weniger interessiert als an tiefsinnigen Freundschaften.

Nachteile:

Weil du erst mal reserviert wirkst und dich im Gespräch nicht sofort öffnest, ist es schwer, dich kennenzulernen. Oftmals kommt es zu peinlichem Schweigen, was du vor allem deshalb als unangenehm empfindest, weil du spürst, dass es deinem Gegenüber unangenehm ist. Auf andere wirkst du teilnahmslos, weil du deine Gefühle nicht offen zur Schau trägst. Bei dir spielt sich eben alles im Inneren ab. Doch dadurch wissen deine Mitmenschen nicht, woran sie bei dir sind.

Tipps im Umgang mit deiner schwach ausgeprägten Extraversion:

  • Gewöhne dir an, Menschen mit offenem Blick zu begegnen. Ein freundliches Lächeln zu gegebener Zeit wird dich viel sympathischer erscheinen lassen.
  • Übe dich im Gespräch. Auch wenn du Small Talk verabscheust, ist dieser dienlich, um Gespräche erst einmal entstehen zu lassen. Ein Beruf, in dem du mit Menschen zu tun hast, ist ein gutes Training. Aber auch in einem Verein bietet sich die Möglichkeit, auf andere zugehen zu lernen.
  • Trau dich einfach mal draufloszuplaudern. Vor allem im Small Talk spielt der Inhalt keine so große Rolle. Du musst nicht alles erst zerdenken, bevor du dich äußerst. Denn dann kommst du nie zu Wort.

Tipps, wie du Freundschaften aufrecht erhältst, findest du in diesem Beitrag: Einsam? So wirst du ein wahrer Freund

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Wie extrovertiert gehst du auf deine Mitmenschen zu? Und was wünschst du dir im Umgang mit anderen? Woran arbeitest du bei dir selbst?

Für eine Übersicht der Big Five folge diesem Link: Big-Five-Modell: Ein Blick hinter die Maske

Ansonsten beantworte direkt die nächsten Fragen zu den Big-Five-Faktoren, die dich näher beschreiben:


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Titelbild von Pixabay (aus Bild 1 & 2) | bearbeitet durch Autorin

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