Wie verträglich verhältst du dich?

Wie verträglich verhältst du dich?

Im Big-Five-Persönlichkeitsmodell wird zwischen 5 Faktoren unterschieden, die den Charakter eines Menschen näher beschreiben sollen. Verträglichkeit ist einer dieser Charaktermerkmale. Finde jetzt heraus, wie verträglich du dich verhältst und beantworte sogleich die folgenden Fragen!

Bist du verträglich?

Diese fünf Fragen helfen dir, es herauszufinden:

  • Ist dir der Frieden lieber als immer recht zu bekommen?
  • Kannst du dich gut in andere hineinfühlen?
  • Liegt es dir fern, andere emotional zu verletzen, weshalb es dir schwerfällt, Kritik zu äußern?
  • Bist du bereit, Kompromisse einzugehen, wenn sich keine Einigkeit finden lässt?
  • Willst du, dass es allen gut geht, und nimmst dich dafür selbst zurück?

Wenn du all diese Fragen mit einem eindeutigen „Ja!“ beantworten kannst, ist deine Verträglichkeit stark ausgeprägt.

Auf dich passen Worte wie:

altruistisch, diplomatisch, empathisch, friedliebend, harmoniebedürftig, kompromissbereit, kooperativ, rücksichtsvoll, wohlwollend, verständnisvoll

Bist du unbeugsam?

Beantworte dafür die folgenden fünf Fragen:

  • Kämpfst du für dein Recht, ohne klein beizugeben?
  • Sagst du deine Meinung selbst dann, wenn sie anderen nicht gefällt?
  • Äußerst du offen deine Kritik, wenn dir etwas nicht passt?
  • Wenn du von etwas überzeugt bist, setzt du es auch durch?
  • Bewahrst du dir eine gewisse Skepsis, weil dir klar ist, dass nicht alle Absichten gut sind?

Wenn du all diese Fragen mit einem eindeutigen „Ja!“ beantworten kannst, ist deine Verträglichkeit schwach ausgeprägt.

Auf dich passen Worte wie:

direkt, durchsetzungsfähig, eigensinnig, hitzig, konfrontativ, kritisch, misstrauisch, selbstsicher, stur, unbeugsam

Bist du ausgeglichen?

Die letzten fünf Fragen werden dir darauf eine Antwort geben:

  • Kannst du die zehn Fragen oben kaum eindeutig mit „Ja!“ beantworten?
  • Hast du ein Gespür dafür, wann es Sinn macht, die eigene Meinung laut auszusprechen und wann du sie besser zurückhältst?
  • Findest du immer den richtigen Ton, wenn du Kritik übst?
  • Kannst du zurückstecken, solange du bei anderer Gelegenheit deine Wünsche durchsetzen darfst?
  • Bist du weder leichtgläubig noch übermäßig skeptisch?

Wenn du diese Fragen überwiegend mit Ja beantworten kannst, ist deine Verträglichkeit ausgeglichen.

Auf dich treffen Beschreibungen beider Ausprägungen zu.


Vor- und Nachteile der stark oder schwach ausgeprägten Verträglichkeit

Jede Charakteristik hat ihre Vor- und Nachteile. Es ist also keine Ausprägung zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Du bist in jedem Fall richtig so, wie du bist!

Stark ausgeprägte Verträglichkeit

Vorteile:

Die Leute mögen dich aufgrund deiner taktvollen Art. In deiner Gesellschaft fühlt man sich wohl, denn du konfrontierst niemanden mit deiner Meinung und willst nicht auf Biegen und Brechen deinen Willen durchsetzen. Streit und Diskussionen gehst du lieber aus dem Weg. So bewahrst du den Frieden um dich herum. Eher gibst du klein bei, als dass du die Harmonie aus dem Gleichgewicht bringst. Mit deiner Hilfsbereitschaft verbesserst du ein Stück weit die Welt.

Nachteile:

Wegen deiner Selbstlosigkeit ziehst du jedoch auch Menschen in dein Leben, die dich ausnutzen. So eine einseitige Beziehung aufzugeben, fällt dir leider sehr schwer, weil du niemanden vor den Kopf stoßen willst. Dadurch passiert es leicht, dass du von falschen Freunden umgeben bist. Außerdem besteht die Gefahr, dass du zu sehr nach der Nase anderer tanzt und dich selbst dabei aus den Augen verlierst. Für eine erfolgreiche Karriere fehlt dir zudem oftmals das Durchsetzungsvermögen.

Tipps im Umgang mit deiner stark ausgeprägten Verträglichkeit:

  • Es ist ehrenwert, dass du so viel Rücksicht auf deine Mitmenschen nimmst, doch behalte auch deine Bedürfnisse und Wünsche im Auge. Was ist dir wichtig? Was kannst du dafür tun? Lies dazu gerne die vierteilige Reihe zur Wunscherfüllung.
  • Lerne Nein zu sagen! Es steht dir zu, eine Bitte abzulehnen, auch wenn das anderen missfallen mag. Es ist okay, dass nicht jeder mit deiner Entscheidung zufrieden ist. Lerne das auszuhalten. So beugst du vor, dich ausnutzen zu lassen.
  • Suche dir einen Bereich, in dem du deine Hilfsbereitschaft und Fürsorglichkeit gezielt einsetzen kannst. Das kann beruflich wie privat sein. So wäre vielleicht eine ehrenamtliche Tätigkeit etwas, das dir Erfüllung bringt, weil du dadurch Teil einer guten Mission sein kannst.

Schwach ausgeprägte Verträglichkeit

Vorteile:

Dein selbstsicheres Auftreten kommt dir oft im Leben zugute. Du weißt, wie du dir Respekt verschaffst und nutzt dies, um deine Wünsche und Ziele durchzusetzen. Weil du dir nicht so viele Gedanken darum machst, wie du auf andere wirkst, gehst du unbeirrt deinen Weg. Wenn dir etwas nicht passt, hältst du damit nicht hinter den Berg. Bei dir weiß jeder sofort, woran er ist, denn du sprichst deine Meinung immer frei aus.

Nachteile:

Nicht immer triffst du den richtigen Ton. Du fährst schnell aus deiner Haut, wenn du von etwas überzeugt bist und andere dir widersprechen. Damit stößt du deine Mitmenschen vor den Kopf, was dir keine Freunde verschafft. Auch lässt du die Meinungen anderer selten gelten. Das lässt dich starrköpfig und rüpelhaft erscheinen. Wenn du dich nicht zügelst, fühlt sich dein Gegenüber in deiner Gesellschaft unwohl bis eingeschüchtert. Das ist keine gute Basis für vertrauenswürdige Kontakte.

Tipps im Umgang mit deiner schwach ausgeprägten Verträglichkeit:

  • Sei offen für Kompromisse! Nicht immer ist es klug, seinen Willen durchzusetzen. Manchmal bringt es dich weiter, wenn du auch mal bereit bist, nachzugeben. Denn eine stabile Verbindung zu anderen Menschen kann hilfreicher sein, als ständig mit ihnen zu konkurrieren.
  • Bewahre Ruhe, wenn jemand eine andere Meinung äußert. Hör sie dir an und mach dir deine Gedanken dazu, bevor du sie verteufelst. Versuche zu ergründen, wie der andere zu seiner Überzeugung gekommen ist. Vielleicht eröffnet sich dir ein neuer Blickwinkel, der dich geistig flexibler macht. In jedem Fall lohnt es sich, seinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen.
  • Denke immer daran: der Ton macht die Musik. Wenn du etwas zu sagen hast, bleibe immer respektvoll. Äußere deine Kritik wohlwollend und nicht herabsetzend. Dann wird dir eher Gehör geschenkt, sodass die Bereitschaft wächst, die gewünschte Veränderung einzuleiten. Freundlichkeit zahlt sich aus!

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Wie verträglich verhältst du dich im Umgang mit anderen? Und wie wirkt sich das auf dein Leben aus?

Für eine Übersicht der Big Five folge diesem Link: Big-Five-Modell: Ein Blick hinter die Maske

Ansonsten beantworte direkt die nächsten Fragen zu den Big-Five-Faktoren, die dich näher beschreiben:


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Titelbild von Pixabay

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