2 Hauptgründe, warum du unglücklich bist und was du dagegen tun kannst

2 Hauptgründe, warum du unglücklich bist

Du hast im Grunde alles, was du brauchst. Trotzdem fühlst du dich unglücklich. Warum ist das so? Ich nenne dir zwei Hauptgründe und zeige dir, wie du damit umgehst. Schon kleine Veränderungen reichen aus. Wenn du dich an die Umsetzung machst, wirst du bemerken, wie sich deine Stimmung nach oben kurbelt.

Erinnerst du dich an deine letzte Fahrt mit einem Karussell?

Ich ja! Meine Hände klammerten sich fest um die kalten Stahlketten. Wenn ich nach unten schaute, entfernte sich der Boden immer weiter von meinen Füßen. Schaute ich nach oben, kam mir nur ein Gedanke: Hoffentlich halten die verdammten Ketten! Mit dem Gefühl, als könnte ich jeden Moment mitsamt dem Sitz quer über den Freizeitpark sausen, kreiste ich in ein paar Metern Höhe durch die Luft. Kettenkarussells sind echt nicht mein Ding!

Es gibt nur ein Karussell, das mir noch unvergnüglicher erscheint: das Gedankenkarussell. Wenn du erst einmal da drinsitzt, ist ein Entkommen nicht ganz einfach. Denn wann die Fahrt endet, bestimmst du! Doch wie soll das gehen, wenn du selbst an der Fahrt teilnimmst?

Fakt ist, du musst raus aus dem Karussell, um erkennen zu können, warum du da drinsitzt. Bist du freiwillig eingestiegen? Oder hat dich jemand dort hineingesteckt?

Es gibt zwei Hauptgründe dafür, dass du aus dem Gleichgewicht geraten und dadurch unglücklich geworden bist. Deshalb stell dir die Frage: Worum drehen sich deine Gedanken am meisten?

Um andere Menschen? Oder um dich selbst?

In beiden Fällen zeige ich dir, was du für deine Balance tun kannst, damit du nicht länger mit deinen unguten Gedanken durch die Luft kreist.

1. Du bist unglücklich, weil du zu wenig für dich tust

Bist du jemand, der immer für andere da ist? Ziehst du jeden aus der braunen Grütze und ertrinkst manchmal selbst fast darin? Löschst du möglichst jeden Brand, bevor er entsteht?

Dann lebst du sehr aufopferungsvoll und denkst wahrscheinlich zu wenig an deine eigenen Bedürfnisse.

Das ist einerseits ein sehr bemerkenswerter Charakterzug. Andererseits lebst du auf diese Weise gefährlich. Denn dein Wohlbefinden leidet für die Opfer, die du bringst.

Um wieder in Balance zu kommen, ist es deshalb wichtig zu verstehen, dass du nur so lange für andere da sein kannst, wie es dir selbst gut geht. Wenn dir dein Leben über den Kopf wächst, musst du dringend Grenzen ziehen.

Du hast es genauso verdient, fröhlich zu sein wie alle anderen Menschen. Deshalb verschaff dir in deinem eigenen Leben etwas Raum für dich selbst.

Und wenn du mit einer halben Stunde am Tag anfängst, die nur für dich ist. Eine halbe Stunde, in der du dir ganz bewusst etwas Gutes tust. Schreibe dir diese Ich-Zeit fett in deinen Kalender ein und behandle diesen Termin wie jeden anderen wichtigen Termin auch – lass nichts dazwischenkommen!

Überlege dir in dieser Zeit, was dir jetzt guttun würde.

Beispiele:

  • Bist du gestresst und willst den Kopf frei kriegen? – Dann bewege dich! Gehe eine Runde Spazieren oder betreibe Sport, wenn dir das Freude macht.
  • Fühlst du dich ausgelaugt und sehnst dich nach Entspannung? – Dann nimm ein duftendes Bad mit entspannender Musik oder übe dich im Yogi-Schlaf.
  • Bist du frustriert, weil dir der Sinn im Leben fehlt? – Dann beginne ein kleines Projekt, auf das du insgeheim schon immer Lust hattest oder tu einfach etwas, das deine Laune hebt.

🔗 Zum Vertiefen: Selbstfürsorge: Glücklich im Alltag – so geht’s!

Stay in balance!!!
Erst wenn es uns gelingt, die Waage zwischen Selbstliebe und der Fürsorge für andere zu halten, befinden wir uns in Balance

2. Du bist unglücklich, weil du zu wenig für andere tust

Bist du jemand, der sich viel Zeit für sich selbst nimmt? Verfolgst du Projekte, die viel Raum in deinem Alltag einnehmen? Oder kämpfst du häufig gegen deine Vergangenheit, Zukunftsängste, vielleicht auch gegen Probleme, die dir die Gegenwart um die Ohren prügelt?

Dann bist du wahrscheinlich viel mit dir selbst und deinen Angelegenheiten beschäftigt.

Klar, Selbstfürsorge ist wichtig für ein glückliches Leben. Doch zu viel davon bringt dich ebenso aus der Balance wie zu wenig.

Wenn sich deine Gedanken stark um dich selbst, deine Sorgen oder deine To-do-Listen drehen, bringst du dich um die wertvolle Erfahrung, die nur das bewusste Zusammensein mit anderen Menschen dir bescheren kann.

Steig deshalb aus deinem Kopf aus und konzentriere dich stattdessen auf deine Mitmenschen. Das wird dir ein unglaublich gutes Gefühl geben. Sei einfach mal da oder vollbringe eine gute Tat – für andere.

Vielleicht magst du gleich heute austesten, wie sich deine Stimmung positiv verändert, sobald du deine Gedanken bewusst auf andere richtest.

Beispiele:

  • Fang klein an: Lächle jemanden auf der Straße freundlich an. Aber grinse bitte nicht von einem zum anderen Ohr, das könnte irritieren. Schicke der anderen Person wohlwollende Gedanken, dann sieht dein Gesicht automatisch freundlich aus.
  • Sprichst du viel von dir selbst? Dann mach es mal andersherum. Höre aufmerksam zu und finde tröstende Worte, wenn jemand dir seine Sorgen anvertraut. Womöglich schaffst du es sogar, jemanden aufzumuntern.
  • Für Fortgeschrittene: Nimm es nicht persönlich, wenn sich jemand dir gegenüber schlecht verhält. Jemand hat seine Stimmung nicht unter Kontrolle und lässt es an dir aus. Vielleicht kannst du dir gerade in so einem Fall eine freundliche Geste überlegen, um dem Muffel eine kleine Freude zu bereiten. Fällt schwer, könnte aber für beide Seiten lohnend sein.

🔗 Zum Vertiefen: Zu nett? Ein Plädoyer für mehr Freundlichkeit

Sei ehrlich zu dir!

Manchmal ist es nicht einfach, uns einzugestehen, wo wir aus der Balance geraten sind.

Wir müssten entweder zugeben, dass wir nur noch für andere funktionieren und uns nicht getrauen, Nein zu sagen. Oder wir müssten bekennen, dass wir egozentrischer sind, als uns lieb ist. Sich das eine oder andere bewusst zu machen, ist aber ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gleichgewicht im Leben.

Wenn du dich also unglücklich fühlst, steige aus deinem Gedankenkarussell aus und betrachte von außen, worum sich deine Gedanken den ganzen Tag drehen.

📌 Wenn du immerzu für andere da bist, tu dir selbst etwas Gutes. Und wenn du hauptsächlich an dich selbst denkst, tu etwas für andere. Mach das täglich und dein Glücksempfinden steigt spürbar!

Wie sieht es bei dir aus? Bist du häufiger gestresst durch dich selbst oder eher durch andere? Wie wirkst du dem entgegen? Und welche Ideen hast du für mehr Selbstfürsorge und Freundlichkeit? Schreib es mir gerne in die Kommentare!


❤️ Vielen Dank fürs Lesen und Teilen:

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