Wer bin ich? Finde noch heute deine innere Stimme!

Wer bin ich?

Hörst du manchmal in dich hinein?

Ich meine, richtig tief? So tief, dass das Geplapper des Tages oder der Vergangenheit, ja deine Sorgen, verstummen und du allein bist – nur mit dir und deiner inneren Stimme?

Wenn du gelernt hast, dich bewusst zu entspannen, bist du dir selbst vielleicht schon ein paar Mal in deinem Inneren begegnet. Im letzten Beitrag meiner Glückspfad-Serie, habe ich ein paar Vorschläge für körperliche und geistige Erholung gemacht, die dir hoffentlich, neben den Tipps für besseren Schlaf, geholfen haben. Wenn du den Beitrag noch nicht gelesen hast, kannst du das gerne jederzeit nachholen: Erholsamer Schlaf – So findest du deinen Schlafrhythmus für mehr innere Ausgeglichenheit.

Die eigentlich wichtige Frage für ein glückliches Leben ist nun: Weißt du, wer du tief im Innern bist?

Es geht jetzt also darum, herauszufinden, wer in dem Körper lebt, den du so gut umsorgst.

Eines ist jedoch gewiss: Es muss jemand ganz Besonderes sein, denn dich gibt es nur ein einziges Mal – hier und jetzt!

Also machen wir uns heute auf die Reise in dein Inneres; zu dem Wesen, das du wirklich bist! Denn, um den Glückspfad weiter hinaufzuschreiten, musst du dich gut kennen lernen. Irgendwann auf dem Weg, wirst du dir deiner Lebensrollen bewusst werden – besonders derer, die du loswerden und durch jene ersetzen möchtest, die dein wahres Selbst erfüllen. Aber langsam – alles zu seiner Zeit… Frag dich zunächst:

Wer bin ich? (Deine Lebensrückschau)

Nimm dir Zettel und Stift. Jetzt schreibe einmal auf, wie dein bisheriges Leben verlaufen ist.

Was ist deine erste Erinnerung? Was bedeutet sie dir?

Notiere von diesem Ausgangspunkt alles, was dich geprägt hat.

Wie verlief deine Kindheit? Wofür hast du dich interessiert? Wer tat dir gut, wer nicht? Wie haben diese Menschen dein Leben beeinflusst? Und wie siehst du es im Nachhinein?

Auf welche Weise hat sich dein Weltbild im Teenageralter geändert? Welche Stärken hast du entwickelt und welche Schwächen? Worüber hast du dir Gedanken gemacht? Was hast du in dieser Lebensphase sonst noch erlebt – Positives wie Negatives? Wie bist du damit umgegangen?

Notiere, was dir zu deinem Lebensweg bis zum heutigen Tag einfällt. Das kannst du stichpunktartig oder in Sätzen tun. Du kannst es auch erzählen und dabei deine Stimme aufnehmen. Wie du deine persönliche Lebensgeschichte festhalten willst, ist dir überlassen. Wichtig ist, dass du anhand der Aufzeichnungen verstehst, wie du das, was dich heute kennzeichnet, geworden bist.

Hebe sie gut auf, wir kommen in späteren Etappen nochmals darauf zurück!

Ich habe das in einer schwierigen Phase meines Lebens gemacht. Dadurch habe ich zum ersten Mal verstanden, wie ich ticke. Zusammenhänge, die mir vorher unklar waren, wurden mir bewusst. Meine damalige Unzufriedenheit hatte einen Ursprung. Doch ich brauchte einige Jahre, um zu lernen, damit umzugehen. Hätte mir damals jemand einen praktischen Wegweiser zu meinem Glück gegeben, wären mir viele Irrwege und Umwege erspart geblieben. Jahre vergingen, in denen ich meine nächste Umgebung davon überzeugen wollte, wie schrecklich ungerecht das Leben sei; dass alles nur so blöd gelaufen wäre, weil mir der Start ins Leben so erschwert wurde.

Doch die Jahre des Selbstmitleids waren vergeudete Zeit, weil am Ende doch klar ist, dass Vergangenheit nicht mehr verändert werden kann. Die Zukunft aber schon! Drum mache dir im nächsten Schritt sofort bewusst:

Du selbst trägst die Verantwortung!

Und zwar für dein eigenes Leben!

Der größte Zerstörer des Glücks ist es, die Verantwortung in andere Hände zu geben. Nichts ist leichter, als die Schuld für diverse Probleme und Niederlagen anderen in die Schuhe zu schieben. Aber willst du wirklich anderen solch eine Macht über dein kostbares Leben schenken? Ich hoffe nicht, denn du zerbrichst daran!

Mach dir lieber bewusst, dass du an den Umständen selbst nichts ändern kannst, aber durchaus daran, wie du damit umgehst. Prüfe deine Lebensrückschau noch einmal. An welchen Stellen kommen negative Gefühle wie Wut, Angst, Traurigkeit oder Neid auf? Dein Bauchgefühl zeigt dir auf diese Weise sehr deutlich, wenn etwas nicht stimmt. Emotionen sind nun mal die Sprache deines Körpers – deine innere Stimme.

Deshalb solltest du auch in deinem Alltag unbedingt lernen, auf solche Empfindungen zu achten. Sobald sie in dir aufkeimen, halte inne und beobachte genau bzw. hinterfrage dich, was diese Gefühle gerade auslöst.

Es sind nicht die anderen schuld! Wenn wir abgrundtief ehrlich zu uns selbst sind, merken wir, es ist unsere eigene Schwäche, mit einer Situation nicht umgehen zu können, die uns die Nerven raubt.

Um die Verantwortung für unser negatives Empfinden übernehmen zu können, macht es Sinn, zu analysieren, was diese ausdrücken wollen.

Was wollen mir negative Gefühle sagen?

Die Wut nagt in uns nicht, weil ein anderer uns schlecht behandelt. Meist ist es die eigene Ohnmacht, die an uns frisst. Vielleicht trauen wir uns der anderen Person nicht zu sagen, wie furchtbar wir ihr Verhalten finden, weil wir negative Konsequenzen befürchten?

Furcht wiederum hat oftmals etwas mit einem geringen Selbstwertgefühl zu tun. Versagensängste, Verlustängste, soziale Ängste, kommen dann auf, wenn man den eigenen Wert unter den der anderen stellt. Die anderen sollen nicht enttäuscht werden, man fühlt sich abhängig von ihrem Wohlwollen.

Traurigkeit kann durch unerfüllte Wünsche entstehen. Vielleicht vermisst du etwas ganz besonders in deinem Leben. Finde heraus, was es ist! Fehlt dir beispielsweise Liebe, sind nicht diejenigen schuld, die sie dir nicht geben. Auch da tragen wir die Verantwortung selbst.

Vorsicht ist auch geboten bei Gefühlen des Neids! Wenn wir anderen nichts Gutes gönnen, wie sollen wir selbst dann jemals glücklich werden? Neidvolle Emotionen sind immer ein Zeichen von unerfüllten Sehnsüchten. Empfindest du Missgunst, weil dein Nachbar die dritte Reise in diesem Jahr macht, frage dich, welcher verborgene Wunsch tatsächlich dahintersteckt. Glaubst du, deine Freundin hat immer mehr Glück, obwohl du es noch eher verdient hättest, dann lerne von ihr, anstatt sie zu verachten.  

Schenke solch negativen Empfindungen stets deine Beachtung. Sie wollen dir etwas ganz Wesentliches über dich selbst verraten. Höre hin und analysiere! Indem du schonungslos ehrlich mit dir selbst umgehst, wirst du zu deiner inneren Stimme finden, sie verstehen und ihr schließlich zu vertrauen lernen.

Merke dir deshalb: Dein Körper spricht in Form von Gefühlen mit dir. Lerne diese Sprache und du wirst dich nicht mehr hilflos ausgeliefert fühlen. Wenn du für deine negativen Stimmungen selbst die Verantwortung übernimmst, wird sich deine Laune mehr und mehr verbessern. Versprochen!

Glücksliste

Du hast diese Etappe gemeistert, wenn du

  • deine Lebensrückschau aufgezeichnet hast,
  • dir der Verantwortung über deine Gefühle bewusst bist und
  • deine negativen Emotionen zu verstehen gelernt hast.

Mit dieser Etappe hast du einen entscheidenden Schritt zu dir selbst unternommen. Erfreue dich an deinen neuen Erkenntnissen über dich selbst. Nicht jeder ist in der Lage, sich selbst so gnadenlos ehrlich gegenüber zu treten. Wer das nicht kann, wird nie echte Glückseligkeit finden. So hart das klingen mag.

Also sei dir selbst gegenüber verantwortungsvoll! Der nächste Schritt wird dich darin noch einmal üben, denn nun gibt es keine Ausrede mehr für das Chaos, das dich vielleicht umgibt: Ordnung darf sein! Wie du mit einer Entscheidung deinen Haushalt in den Griff bekommst

Falls du neu auf dem Glückspfad gelandet bist, starte gerne am Anfang.

Dies ist ein Beitrag meiner Glückspfad-Serie. Der Glückspfad ist eine Reihe aufeinander aufbauender Artikel, die dir als Leitfäden in ein zufriedenes Leben dienen sollen. Er beginnt bei deiner Gesundheit, führt zur Liebe und endet an dem Punkt, wo du die Freiheit erlangst. Von dort aus gehst du in deine persönliche Metamorphose über, um dich zu dem Menschen zu entfalten, der du wirklich bist.

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