Berufswahl: Wie findest du die Arbeit, die dir gefällt?

Wie findest du die Arbeit, die dir gefällt?

Die Arbeit sichert unser Überleben.

Das Bedürfnis eines jeden Menschen ist es, zu essen und möglichst ein warmes Heim zu haben. Dafür brauchen wir nun mal einen Job, der uns das Geld dazu liefert. Ja, der Hauptgrund, warum wir uns jeden Morgen aus dem Haus begeben, ist das Geld.

Aber auch, des gesellschaftlichen Ansehens wegen, gehen wir unsere Zeit verkaufen. Uns fallen sicherlich viele wunderbarere Dinge ein, die wir tun könnten, wenn wir nicht dieser, unserer Verpflichtung nachkommen müssten. Dennoch wollen wir nicht ohne Arbeit dastehen. Wer keinen Job hat, neigt eher zu Depressionen, denn es fehlt die Struktur sowie das Gefühl, wichtig zu sein und gebraucht zu werden.

Nichtsdestotrotz kann die Arbeit auch krank machen. Nämlich dann, wenn wir sehr unzufrieden damit sind. Das kann verschiedene Ursachen haben, die du für dich analysieren solltest.

3 Gründe für Unzufriedenheit im Job:

  • Schlechtes Betriebsklima
  • Kein Interesse an der Tätigkeit
  • Die eigenen Werte und Bedürfnisse werden nicht berücksichtigt

Schlechtes Arbeitsklima

Wenn sich dir schon beim Gedanken an Chef oder Kollegen dein Magen umstülpen möchte, ist das Betriebsklima bei euch wahrscheinlich richtig zum Kotzen. Solch eine schlechte Atmosphäre entsteht meist, wenn Mobbing auf der Tagesordnung steht, keine offene Kommunikation möglich ist oder der Chef jeden Mitarbeiter anders behandelt und sich dadurch ein Gefühl von Ungerechtigkeit aber auch Misstrauen einstellt. Mag sein, dass dir die Tätigkeit eigentlich gefällt, jedoch dort anwesend zu sein, bereitet dir Kummer. Verständlicherweise.

Jeder sollte sich um ein gutes Klima auf der Arbeit bemühen. Deshalb ist der erste Schritt, wenn möglich das Gespräch zu suchen. Achte aber darauf, nicht anklagend zu klingen. Berichte lieber einem Kollegen von deinem Eindruck, um herauszufinden, ob nur du das so empfindest, oder ob dein Gegenüber das ähnlich wahrnimmt. Meistens hilft es schon, mit jemandem darüber zu sprechen.

Umgang mit Mobbing

Natürlich kommt es immer darauf an, in welcher Situation du dich gerade befindest. Fühlst du dich beispielsweise gemobbt und ausgegrenzt, ist es umso schwerer, sich jemanden anzuvertrauen. Wenn du selbstbewusst genug bist, solltest du die Konfrontation in Erwägung ziehen. Stelle die Mobber zur Rede, sprich sie direkt darauf an. Du verschaffst dir damit Respekt. Meistens stecken hinter Menschen, die andere schlecht dastehen lassen wollen, Feiglinge, denen es peinlich ist, wenn sie plötzlich auf ihr Verhalten angesprochen werden, und es demnach in Zukunft sein lassen.

Selbst solltest du ebenso darauf achten, dich nicht an Mobbing zu beteiligen. Es ist ein Zeichen von Schwäche, andere mies zu behandeln. Überlege in dem Fall lieber, warum du eventuell so handelst. Ist es der Gruppenzwang? Oder genießt du das Machtgefühl? Von was möchtest du ablenken? Es ist immer wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Nur so kannst du mehr und mehr zu dir selbst finden und eines Tages das Leben führen, das deinem wahren Wesen entspricht. Verstecke dich also nicht hinter anderen! Zeig Stärke, indem du für das Mobbing-Opfer eintrittst. Aber zumindest solltest du nicht mitmachen, wenn andere jemanden schikanieren.

Was trägt zu einem guten Betriebsklima bei?

Um ein gutes Verhältnis zu deinen Kollegen aufzubauen, nimm dir täglich vor, ein paar nette Gespräche zu führen. Bringst du eine Kleinigkeit zum Naschen mit, trägt das zu einer guten Grundstimmung bei. Oder du triffst dich nach der Arbeit noch zu einem Drink mit deinen Kollegen, um über dies und das zu Plaudern. Je nachdem, was du investieren willst. Besteht ein gutes Betriebsklima, musst du keine unguten Gefühle vor Arbeitsantritt befürchten. Womöglich kannst du dich sogar auf deine Kollegen freuen. Das entschädigt dich für eine unliebsame Tätigkeit.

Nützt das nichts bzw. ist es besonders unerträglich bei euch, hilft manchmal nur noch, sich nach einer anderen Stelle umzusehen. Wobei selbst dann nicht garantiert ist, dass das Klima dort besser ist. Du solltest es dir gut überlegen: Fühlst du dich nur phasenweise unwohl auf Arbeit, oder ist es ein täglicher Kampf? Bist du bereit die Zähne zusammenzubeißen und an dieser unschönen Situation zu wachsen? Oder denkst du nur noch darüber nach, wie du dort wegkommen könntest? Ziehe für dich deine Konsequenzen und handle danach.

Kein Interesse an der Tätigkeit

Nicht jeder kann sich mit einer Tätigkeit arrangieren, die keinen Spaß macht. Wenn dir das, was du auf Arbeit tust, überhaupt nicht gefällt und dich das quält, solltest du dir überlegen, was dich in dem Job hält. Vielleicht verdienst du gutes Geld, die Arbeitszeiten sind okay oder du kommst super mit deinen Kollegen zurecht (siehe auch: Mit so einem Job ist selbst der Montag schön)? Findest du gar nichts, was irgendeinen Sinn in deinem Beruf ergibt, solltest du dich auf jeden Fall über kurz oder lang nach einem anderen Tätigkeitsfeld umschauen. Wo liegen deine Interessen? Wenn du den Glückspfad bis hierher Schritt für Schritt umgesetzt hast, müsstest du dich bereits ein Stück weit selbst erkannt haben.

Nimm dir also deine Lebensrückschau noch einmal zur Hand und markiere die Interessen (bzw. schreibe sie heraus). Findest du etwas an deiner Arbeit, das mit deinen Neigungen, Stärken bzw. Fähigkeiten übereinstimmt? Wenn ja, liegst du nicht völlig falsch mit deinem Berufsfeld. Vielleicht solltest du darauf hinarbeiten, noch mehr deiner Fertigkeiten ausspielen zu können. Was auch immer dazu erforderlich ist, du findest deinen Weg. Folge deinem Bauchgefühl!

Es gibt keinen Beruf, der zu dir passt?

Gibt es überhaupt gar nichts in deinem Beruf, was dein Potenzial fördert? Dann nimm dir die Zeit herauszufinden, wo deine Stärken liegen. Wo kannst du deine Veranlagung ausspielen? Meist fühlt man sich intuitiv bereits in eine Richtung gezogen.

Finde heraus, wie du das, was dir vorschwebt, verwirklichen könntest. Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann.

Führe dir also erstmal theoretisch vor Augen, was du willst.

Dann überlege, was zu tun ist, um dahin zu kommen. Es kann sein, dass du über sehr viele verschiedene Wege nachdenken musst, ehe du fühlst, welcher der richtige ist.

Ich selbst wollte immer gerne schreiben – auch beruflich. Also recherchierte ich über viele verschiedene Berufe, die dieses Interesse abdecken. Vieles verwarf ich sofort, nachdem ich mich näher damit beschäftigt hatte. Es passte einfach nicht. Schreiben blieb also immer nur ein Hobby, von dem niemand etwas wusste. Eines Tages (ich erwähnte es bereits in Etappe 3), kam mir auf meinem Heimweg die Idee zu diesem Blog. Damit kann ich endlich etwas publizieren, damit es nicht, wie sonst, in der Schublade landet. Der Gedanke ist sehr erfüllend für mich. Ich kam zu dem Schluss, dass ich nicht unbedingt beruflich das Interesse ausleben muss, um glücklich zu sein.

Also, falls es dir ähnlich geht, dass du keinen passenden Beruf für deine eigenen Interessen findest, leb es als Hobby aus! Darüber erfährst du später in der Rubrik Freiheit mehr. Ein erfüllendes Hobby kann einen unbefriedigenden Job ganz gut kompensieren.

Je weiter du auf deinem Weg zum Glück voranschreitest, desto mehr erkennst du nicht nur, wer du bist, sondern auch, was du im Leben tun willst und vor allem, wie du dem nachkommen kannst, damit es kein Traum bleibt. Sei geduldig!

Die eigenen Werte und Bedürfnisse werden nicht berücksichtigt

Jetzt kommt es natürlich noch darauf an, was für ein Typ du generell bist.

  • A: Du magst die Sicherheit eines Angestelltendaseins, weil du ungern die komplette Verantwortung tragen möchtest und es schätzt, monatlich deinen festen Lohn zu bekommen.
  • B: Du liebst die Freiheit, dir deine Zeit selbst einzuteilen sowie ortsunabhängig zu arbeiten.
  • C: Du bist gern dein eigener Herr, der sein eigenes Unternehmen an einem festen Standort führt und keine Angst vor Risiken hat.

Bist du Typ A, B oder C?

Daraus kannst du ebenfalls ableiten, ob du beruflich richtig unterwegs bist. Berücksichtige das bei deiner Berufswahl.

Denn wenn du als Typ A die Regelmäßigkeiten eines festen Angestellten-Jobs benötigst, um dich sicher und wohl zu fühlen, solltest du dich nicht unbedingt in eine Selbstständigkeit wagen. Das könnte dein Glück riskieren.

Bist du eher Typ B, der seine Freiheiten braucht, um sich zu entfalten, ist für dich die Vorstellung eines lebenslänglichen Angestelltenstatus sicherlich frustrierend oder gar beängstigend. Du solltest nach Möglichkeiten Ausschau halten, wie du als Freiberufler bzw. Selbstständiger dein Lebensunterhalt ortsunabhängig verdienen könntest, falls du das nicht schon tust. So findest du dein Glück.

Bist du Typ C, der gerne unabhängig, gut organisiert, aber auch risikobereit ist und sich an einem Standort einen Namen machen möchte, wäre es nicht verkehrt, sich über ein Gewerbe auf deinem Spezialgebiet Gedanken zu machen. Du kannst mit einem Kleingewerbe als Nebentätigkeit beginnen und so als Teilzeit-Angestellter weiterarbeiten, bis dein Geschäft soweit auf eigenen Beinen steht, dass du dich komplett in die Selbstständigkeit wagen kannst. Oder du bist dir deiner Sache so sicher, dass du gleich voll durchstarten möchtest.

***

Egal, welcher Typ du bist, für ein glückliches Leben, solltest du außerdem eine ausgeglichene Work-Life-Balance berücksichtigen. Folgst du dem Glückspfad, bist du auf dem besten Weg dorthin. Denn du hast bereits gelernt, wie du dich gesund ernährst, mehr bewegst und außerdem genügend entspannst. All das tust du für dein körperliches Wohlbefinden. Deine Selbstreflektion, ebenso das Managen deines Haushalts, halten dabei deine Seele im Gleichgewicht.

Nun liegt es in deiner Hand, dafür zu sorgen, dass deine Arbeitszeit so angenehm wie möglich für dich wird. Schließlich verbringen wir meist ein Drittel des Tages dort.

Glücksliste

Du hast das Thema bewältigt, wenn du folgende Punkte abhaken kannst:

  • Du pflegst einen guten Kontakt zu deinen Kollegen, indem du täglich mindestens ein nettes Gespräch suchst. Führt das in eine Sackgasse, ziehst du eine Konsequenz daraus.
  • Du erkennst den Sinn in deiner Arbeit. (Geld, Interesse, nette Kollegen…)
  • Du hast herausgefunden, ob du am besten als Angestellter, Freiberufler oder Gewerbetreibender funktionierst und suchst dir deinen Weg entsprechend.

GRATULATION!

Du hast Stufe I. GESUNDHEIT geschafft. Wie fühlst du dich?

Egal, wie lange du bis hierher gebraucht hast, du hast deinen Körper und deinen Geist soweit regeneriert, dass du nun für die nächste Stufe bereit bist. Bisher hast du dich in erster Linie um dich selbst gekümmert. Diese Fürsorge zeigt, dass du dich wirklich wertschätzt. Erst dadurch bist du in der Lage, andere Menschen bedingungslos zu lieben. Auf der folgenden Stufe geht es also darum, Menschen um dich zu versammeln, die zu dir passen.

Folge dem Glückspfad hier entlang: II. LIEBE

Bild von Lukas Bieri auf Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.