Was will ich? Entdecke die Themen deines Lebens!

Was will ich? Entdecke die Themen deines Lebens

Manch einer stellt im Laufe seiner Jahre fest, dass sein Leben ebenso wenig zu ihm passt, wie die viel zu engen tschitscheringrünen Schuhe aus Kindertagen. Heute geht es darum, diese alten Latschen abzustreifen und durch besser sitzende zu ersetzen. Da du in der letzten Etappe einen großen Zeiträuber unter die Lupe genommen hast und dir hoffentlich einen Teil deiner Unabhängigkeit zurückerobern konntest, bist du nun frei genug, um dir darüber im Klaren zu werden, was du wirklich willst. In diesem Teil gehst du den Themen deines Lebens auf den Grund und definierst, welche Rollen du im Alltag spielst.

Mit den Säulen des Glücks in Balance

Den Weg zur Glückseligkeit habe ich in drei Kategorien gegliedert:

Um dein Wohlbefinden und deine Beziehungen haben wir uns auf dem Glückspfad bereits gewidmet. Der letzte Bereich steht für den Sinn, den du deinem Leben gibst. Das Ausleben deiner Potenziale ist daher wichtig, um dich selbst zu verwirklichen.

Viele Menschen wählen ihre Hauptaufgabe des Lebens nach der Höhe des Einkommens, nach Status und Absicherung. Das ist von der Vollbeschäftigungsgesellschaft so gewollt. Und ich sage auch nicht, dass das schlecht ist, solange du dabei mit dir und deinen Werten im Einklang lebst.

Ungünstig wird es nur, wenn du dich mit deiner Arbeit kein Stück identifizieren kannst und innerlich immer wieder einen Ruf hörst, der deine Aufmerksamkeit auf andere Vorhaben lenkt, die du dir jedoch nicht getraust in die Tat umzusetzen, weil du schlimme Konsequenzen befürchtest. Denn dann hängst du wie ein Sklave in Ketten, unfähig dich zu befreien.

Du musst nicht gleich dein ganzes Leben über Bord werfen! Wenn du die Sicherheit dem Risiko vorziehst, suche dir erst einmal in deiner Freizeit die Möglichkeit, deine Lebensthemen auszuleben. Vielleicht entwickelt sich daraus einmal ein zusätzliches Taschengeld bis hin zu einem guten Nebenverdienst, so dass du nach und nach die Stunden in deinem ungeliebten Job reduzieren kannst, um dich noch mehr auf deine Herzens-Projekte zu konzentrieren. So schaffst du einen guten Ausgleich. Und wenn du dich richtig reinhängst, könnte daraus vielleicht sogar dein künftiger Hauptberuf entstehen.

Was sind die Themen deines Lebens?

Versteh mich bitte nicht falsch! Es gibt unzählige Möglichkeiten, deinem Leben Sinn zu verleihen; das können Hobbys sein, aber auch Reisen, noch einmal umschulen oder studieren, ehrenamtliche Tätigkeiten usw. Es muss nicht unbedingt eine Berufung dahinterstehen. 

Nimm dir am besten noch einmal deine Aufzeichnungen zu deinen Fähigkeiten und Interessen her und werfe noch einmal einen Blick auf deine Lebensrückschau. Welche Themen kristallisieren sich heraus? Wofür brennt dein Herz? Liste dir einmal auf, welche deiner Interessen dir so wichtig sind, dass du sie in deinen Alltag integrieren möchtest.

Sind es mehr als zwei Leidenschaften, überlege dir, ob du nicht ein paar davon miteinander verbinden kannst: Interessierst du dich z.B. für Literatur, Reisen, Fotografie, Philosophie, Psychologie, Astrophysik und die Natur, könntest du das Reisen mit der Natur und der Fotografie vereinen und die Literatur mit den anderen Themen. Denn allen gleichzeitig gerecht zu werden ist schwierig bei zu vielen Vorlieben.

Was du aus deinen Interessen machst, ist letztendlich dir selbst überlassen. Tauchst du lieber in eine Sache tief ein, oder suchst du dir immer mal wieder etwas Neues, auf das du deine Aufmerksamkeit bündelst? Nur du kannst für dich entscheiden, was sich richtig anfühlt. Wichtig ist, überhaupt Begeisterung für etwas zu empfinden, denn das gibt dir Lebensinhalt und ein Gefühl von Lebendigkeit. Ohne das, wäre das Dasein trist und öde.

Lebensrollen überprüfen

Nun ist es an der Zeit zu überprüfen, wie viele Rollen du im Leben überhaupt spielst. Gehe dafür einmal die Bereiche GESUNDHEIT, LIEBE und FREIHEIT durch. Betrachte aber bitte in jeder dieser Kategorien deine Lebensrollen zweiseitig, d.h. von der positiven und der negativen Seite. Frage dich: Womit fühle ich mich wohl im jeweiligen Bereich? Was gefällt mir nicht? Außerdem kannst du dich fragen, welche Rollen du in Zukunft gerne ausleben möchtest.

Beispiel:

Glücksbereich: GESUNDHEIT

Wohlfühl-Rolle Leidens-Rolle Wunsch-Rolle
Vegetarier/in Raucher/in Yogi/ni
Radfahrer/in

Wenn du für alle drei Glückssäulen (Gesundheit, Liebe, Freiheit) deine Rollen definiert hast, solltest du die aktuellen (also die Wohlfühl- und Leidensrollen) durchzählen. Um nicht in Frustration durch Überforderung zu enden, sollten es nicht mehr als sieben sein. Gib also zunächst einmal die Lebensrollen auf, die dein Wohlgefühl stören.

Ziel ist es, am Ende nur noch die sieben Rollen aktiv zu leben, die dir Freude bereiten.

Um deine segenbringenden Lebensrollen am Glückspfad zu verdeutlichen, zeige ich dir, wie diese sieben für ein zufriedenes Leben aussehen könnten:

  1. Gesundheitsexperte/in
  2. Minimalist/in
  3. Angestellte/r
  4. Freund/in
  5. Partner/in
  6. Mutter/Vater
  7. … (deine Lebensaufgabe/ Hobby/ Interesse)

Je nachdem, wie deine Situation und deine Prioritäten aussehen, könnte eine Rolle durch eine andere ersetzt werden, denn falls du keine Mutter oder kein Vater bist, wäre vielleicht Zeit für eine weitere Verwirklichungsrolle. Oder falls du dein Hobby zum Hauptberuf gemacht hast, fiele vielleicht das Angestelltensein weg und du hättest Gelegenheit dafür, ein weiteres Interesse auszukosten.  

Überlege dir einmal selbst, wie dein Traumleben aussehen soll. Welche sieben Rollen würdest du darin entfalten?

Wie viel Zeit hast du?

Am besten du nimmst dir jetzt deinen Terminplaner zur Hand. Trage dort alle Termine mitsamt der Dauer ein, die für nächste Woche anstehen (Schlaf, Arbeit, Wegezeiten, Arztbesuche, andere wichtige Termine, Einkaufen, Kochen, Essen, Haushaltsarbeiten, Treffen mit Freunden oder Verwandten). Wie viel Zeit bleibt dann noch übrig? Fülle sie mit den restlichen Rollen auf; z.B. Zeit für Partner, Kinder, Hobby… Vielleicht kannst du auch sieben verschiedene Farben für deine wichtigsten Lebensrollen nehmen und schwarz für alles, was außerhalb dieser Hauptrollen ist. Dadurch hast du einen Überblick, wie viel Zeit du in welche Rolle investiert hast.

Wenn du nur noch das in deinen Tagesablauf integrierst, das dich mit Seligkeit erfüllt, wirst du dauerhaft ein glückliches Leben führen können. Dinge aus Vergnügen zu tun, ist eine überaus lohnende Motivation. Hingegen führt Geld-, Macht- und Besitzgier als verbissener Antrieb unweigerlich in innere Armut. Wenn du am Ende deines Lebens mit Zufriedenheit zurückblicken willst, weil du wirklich gelebt hast, solltest du dich schon heute für das Vergnügen entscheiden.

Nimm dir also von nun an jede Woche (z.B. Sonntagabend) vor, dir deine Zeitfenster für die verschiedenen Rollen / Themen deines Lebens im Kalender einzutragen. Wie wir diese Phasen nutzen werden, erfährst du in der nächsten Etappe. Doch erstmal erledigst du deine Glücksliste. 😉

Glücksliste

  • Was sind deine wichtigsten Interessen? Schreibe sie auf! Kommst du auf mehr als zwei, versuche eine Verbindung zu finden, damit du auf zwei Hauptthemen kommst. Diese zählen zur Kategorie „Freiheit“, da sie deiner persönlichen Entfaltung dienen.
  • Was sind deine aktuellen Wohlfühl- und Leidensrollen in den Bereichen „Gesundheit“, „Liebe“ und „Freiheit“? Notiere sie dir!
  • Stell dir vor, wie du in Zukunft leben willst. Welche sind die sieben aktiven Lebensrollen, die du darin auslebst? Achte dabei auf die Balance der drei Glücks-Säulen!
  • Beginne damit, deine Leidens-Rollen aus dem Leben zu streichen und gegen die Wunsch-Rollen einzutauschen.
  • Trage von nun an jede Woche die Zeitfenster aller Termine der kommenden Woche ein (auch den für die Planung der Woche). Fülle die übrigen Lücken mit bewusster Zeit für Familie, Interessen, Entspannung… (siehe Liste deiner sieben Lebensrollen)

Dies ist ein Beitrag meiner Glückspfad-Serie. Der Glückspfad ist eine Reihe aufeinander aufbauender Artikel, die dir als Leitfäden in ein zufriedenes Leben dienen sollen. Er beginnt bei deiner Gesundheit, führt zur Liebe und endet an dem Punkt, wo du die Freiheit erlangst. Von dort aus gehst du in deine persönliche Metamorphose über, um dich zu dem Menschen zu entfalten, der du wirklich bist.

Bild von DanaTentis auf Pixabay

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