Was Männer und Frauen wirklich voneinander unterscheidet

Unterschied zwischen Männern und Frauen

Es gibt tolle Klischees über Frauen. Und es gibt tolle Klischees über Männer. Doch dass bestimmte Eigenschaften uns eindeutig voneinander unterscheiden, ist ein Gerücht. Oder etwa nicht? Finden wir heraus, worin der Unterschied zwischen Männern und Frauen liegt!

Ich hasse shoppen und telefonieren.

Stundenlanges Schweigen ist für mich kein Problem.

Ein Hinweis durch die Blume – sorry, verstehe ich nicht.

Schlammige Schuhe nach einem Waldspaziergang – na und?! Ich habe gerade das Leben genossen!

Multitasking – hau bloß ab damit!

Wenn ich weine (was zum Glück selten ist), dann allein. Dafür brauche ich keine Gesellschaft.

Selbst Alkohol steigt mir nicht so schnell in den Kopf.

Das sind alles „typisch männliche“ Eigenschaften. Aber bin ich ein Mann? Nein!

Was sagt die Forschung zu den Unterschieden zwischen Männern und Frauen? Worin unterscheiden wir uns wirklich?

Wie unterscheiden sich die Gehirne von Männern und Frauen?

Nun, das Männerhirn ist etwa zehn Prozent umfangreicher und etwa 100 Gramm schwerer als das Hirn der Frau. Hinter mehr Masse verbirgt sich aber nicht gleich mehr Intelligenz. Das Gehirn des Neandertalers war sogar noch etwas größer als das der heutigen Männer. Zurückzuführen ist das eher auf die Körpergröße. Männer (und auch Neandertaler) sind vom Körperbau durchschnittlich größer und kräftiger als Frauen.

Um festzustellen, ob es ein typisch männliches und ein typisch weibliches Hirn gibt, haben Forscher die verschiedenen Regionen der grauen Masse beider Geschlechter untersucht. Dabei kam heraus, dass nur sechs Prozent von sich behaupten dürfen, dass ihr Denkorgan durch und durch weiblich oder männlich strukturiert ist.

Die überwiegende Mehrheit vereint in ihrem Oberstübchen einen Mix aus feminin und maskulin definierten Eigenschaften. So kann eine Frau mit Schuhtick trotzdem eine Begabung dafür haben, einen defekten Heizkörper selbst zu reparieren. Genauso kann ein Mann, der grölend und biertrinkend jedes Fußballspiel verfolgt, ein unglaublich einfühlsamer Mensch sein. Es gibt also keine gravierenden Unterschiede zwischen den Hirnen von Männern und Frauen.

Welchen Einfluss nehmen die Hormone?

Hormone können ganz schön fies sein. Welchen Einfluss diese biochemischen Botenstoffe auf unser Verhalten nehmen, zeigt sich wohl am deutlichsten während des Zyklus der Frau. Innerhalb eines Monats wechselt sie ungewollt ihre Wesensart. Aus heiter und selbstbewusst wird zutraulich und verschmust. Am nächsten Tag fliegen Untertassen haarscharf am sich noch rechtzeitig wegduckenden Partner vorbei. Und dann dauert es nicht lange, da liegt sie als Häufchen Elend in eine Decke gewickelt auf dem Sofa.

Der Hormonhaushalt beeinflusst aber nicht nur bei uns Frauen, wie wir denken, fühlen und handeln. Er formt die Charaktermerkmale einer jeden Person. Je nachdem wie dieser Cocktail an körpereigenen Wirkstoffen zusammengesetzt ist, entscheidet er darüber, wie empfindsam und aufgeschlossen wir beispielsweise sind. Denn unter dem Einfluss der Hormone wachsen oder schrumpfen bestimmte Areale im Hirn, was unser Verhalten und Denkvermögen prägt.

Die kleinsten Hormonschwankungen beeinflussen somit die Wesenszüge bei jedem einzelnen Menschen.

Wie prägen uns soziale Erwartungen?

Auch nehmen soziale Faktoren Einfluss auf unsere Verhaltensweisen. Angesichts gesellschaftlicher Erwartungen hielten sich Frauen bei Befragungen nach ihrer Selbstwahrnehmung für empathischer. Männer dagegen wollten weniger verletzlich wirken. Bei Assoziationstest jedoch fiel der Unterschied zwischen beiden Geschlechtern nicht mehr ganz so stark ins Gewicht. Unbewusst wollen wir scheinbar dem gängigen Rollenklischee entsprechen, weshalb wir unser Verhalten danach ausrichten.

Die Forschung kommt zu dem Ergebnis, dass Männer und Frauen mehr gemeinsam haben als dass sie unterschiedlich sind. Die größte Verschiedenheit ist im Grunde ihr äußeres Erscheinungsbild. Ansonsten ergaben die wissenschaftlichen Untersuchungen kaum nennenswerte Unterschiede im Verhalten.

Trotz alldem mussten Frauen sich ihre Gleichstellung hart erkämpfen. Es gibt noch immer Bereiche, in denen sie nicht auf derselben Stufe stehen wie ihre männlichen Zeitgenossen.

Nicht weniger hart kämpfen Menschen um ihre Rechte, die sich in einem Spektrum zwischen der Kategorisierung der zwei Geschlechter bewegen.

Vielleicht sollte man der Geschlechterrolle allgemein weniger Gewicht verleihen. Denn letztendlich sind wir alle Individuen mit unterschiedlich ausgeprägten Eigenschaften. Überhaupt spielt das Geschlecht doch nur dann eine Rolle, wenn man vorhat, sich nackt gegenüberzutreten. Ansonsten ist es völlig egal, wie mein Bäcker, Friseur oder Zeitungsverkäufer körperlich ausgestattet ist.

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Bild von Comfreak auf Pixabay

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