Tagträume: Warum wir nicht ständig produktiv sein müssen

Tagräume: Warum wir nicht ständig produktiv sein müssen

Solltest du jetzt eigentlich eine Aufgabe erledigen? Dann lass sie ruhig liegen und lies diesen Beitrag zu Ende. Er wird dich zerstreuen und gerade deshalb voranbringen. Denn Unproduktivität schafft Konzentration!

Bei langweiligen Routineaufgaben suchen unsere Gedanken schon mal das Weite. Während dein Körper fest am Ort verankert ist, fliegen sie hinaus durchs Fenster und planen den Feierabend, das Wochenende oder die nächste Urlaubsreise. Wenn sie wieder zurückkommen, ist die Arbeit erledigt. Ist das nicht super?!

Dasselbe macht der Geist aber auch, wenn wir über komplizierten Aufgaben brüten. Er schaut sich um, wohin er flüchten könnte, während wir krampfhaft versuchen, unsere Gedanken einzusammeln und auf das zu bearbeitende Thema zu richten. Aber nein, sie schleichen sich davon, wollen sich nicht bündeln lassen, suchen nach Ablenkung. Nur weg von der Anstrengung. Das Resultat: Wir bekommen nichts fertig.

Frustriert machen wir Überstunden, schlagen uns die halbe Nacht um die Ohren. Die Aufgabe mag sich so zwar erledigen, aber das Ergebnis wird unbefriedigend sein.

Hätten wir unserem Geist lieber die kleine Reise erlaubt!

Tagträumen, eine verschmähte Eigenschaft

Das Problem ist, dass Tagträumereien von der ach so produktiven Gesellschaft als Zeitverschwendung verschmäht wird. Sie ist unergiebig und deshalb sinnlos.

Aber das Gegenteil ist der Fall: Zerstreutheit steigert die mentale Leistungsfähigkeit. Das belegen zumindest Studien. Doch teste es am besten an dir selbst!

Wenn du dich gerade (oder das nächste Mal) an einer Aufgabe festbeißt und nicht weiterkommst, lege alles beiseite und verlasse deinen Arbeitsplatz. Wenn du die Möglichkeit dazu hast, gehe eine Runde an der frischen Luft. Lass deinen Gedanken freien Lauf. Du darfst dich mental ruhig in alle Richtungen austoben. Hauptsache, du denkst nicht an das Thema, an dem du gerade arbeitest.

Selbst wenn du nur an eine Wand, aus dem Fenster oder auf ein Bild starrst, weil du deinen Arbeitsplatz gerade nicht verlassen kannst, folge deinen Gedanken auf ihrer Reise.

Fühlst du dich danach nicht viel frischer im Kopf?

Die Schwierigkeit ist, sich einzugestehen, dass Loslassen und sich eine kurze Zeit der Unproduktivität hinzugeben einen weiterbringt. Uns wurde eingetrichtert, dass Tagträumen eine schlechte Angewohnheit sei, die wir zu unterbinden hätten. Ich erinnere mich jedenfalls noch gut daran: Ein kurzer (okay, vielleicht auch längerer) Moment der geistigen Abwesenheit und schon tadelte mich der Lehrer: „Hier spielt die Musik!“.

Dabei kann jeder am eigenen Leib erfahren, dass ein klein wenig Abstand zur Arbeit zu mehr Flexibilität im Denken führt. Geistesblitze kommen nicht etwa zustande, wenn wir angestrengt über ein Problem brüten. Nein, sie entstehen beim Singen unter der Dusche, beim Joggen im Park, beim Kaffeeklatsch mit der Freundin; eben, wenn wir ganz weit weg vom eigentlichen Thema sind.

Tagträume
(Bild von Pixabay)
Tagträume bringen Bewegung in den erlahmten Geist

Lass deine Gedanken schweifen!

Eine kleine Pause steigert die Konzentration eher, als dass sie sie schwächt. Vereinfache dir deshalb deinen Arbeitsprozess, indem du dir erlaubst, geistig auf Wanderschaft zu gehen. Und nimm deinen Körper am besten gleich mit!

5 Ideen für einen erfrischten Geist

1. Bewege dich!

Ein Spaziergang im Grünen kann bei einem ermüdeten Geist Wunder wirken. Die Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an und bringt dein erlahmtes Gehirn wieder auf Trab.

Ebenso gut funktioniert Fahrradfahren oder Joggen.

2. Entspann dich!

Dein Geist kann sich bei Bewegung super entspannen. Doch was, wenn dein Körper ebenfalls Ruhe braucht? Dann bieten sich entspannende Yoga-Übungen an.

Ist es deinem Körper schon zu viel, eine Matte auszurollen, dann setze dich aufrecht in eine entspannte Haltung und meditiere ein paar Minuten.

🔗 Eine einfache Meditationsanleitung für Anfänger gibt‘s in diesem Beitrag: Glücksimpuls: Eine 5-Minuten-Meditation für mehr innere Ruhe

Wenn du für eine Meditation zu müde bist, gönne dir ein Powernap.

3. Lenke dich ab!

Manchmal ist man so von einer Aufgabe eingenommen, dass weder die Bewegung noch die Entspannung die Gedanken vom Thema wegtragen. Dann brauchst du eine richtige Ablenkung!

Beschäftige dich mit etwas ganz anderem, wofür du aber deinen Geist beanspruchst. Das kann alles Mögliche sein. Worauf immer du Lust hast.

Wenn du gerne kochst, bereite dir nach einem neuen Rezept eine leckere Mahlzeit zu. Entrümple eine Schublade, die dich schon lange frustriert. Kümmere dich um dein Fotoarchiv, triff dich mit Freunden oder schau dir eine Folge deiner Lieblingsserie an.

4. Schiebe auf!

Prokrastination ist zwar eine Eigenschaft, die wir ungern fördern wollen, doch manchmal kann auch sie hilfreich sein, wenn gar nichts mehr geht. An manchen Tagen scheint eben ein schwarzes Loch in unserem Hirn alle Ideen einzusaugen. Da nützt die schönste Pause nichts!

An so einem Tag ist es besser, sich einzugestehen, dass man feststeckt und nichts mehr vorwärtsgeht. Da bleibt nur noch, die Aufgabe liegen zu lassen und den restlichen Tag ohne Reue anderen Beschäftigungen nachzugehen. Wenn wir lockerlassen, löst sich mit etwas Glück der Gedankenknoten bald auf und wir bekommen einen Kreativitätsschub.

5. Lies etwas!

Auch eine schöne Ablenkung, um auf neue Gedanken zu kommen, ist das Lesen. Wenn du deine grauen Zellen ankurbeln möchtest, lies ein Buch, Magazin oder Blog zu dem Thema, das dich gerade beschäftigt.

Noch mehr forderst du deine Kreativität im Denken heraus, indem du dich mit einer ganz neuen Sichtweise auseinandersetzt. Schau dir also auch Texte an, die dir im ersten Moment vielleicht gar nicht zusagen. Durch diese Denkanstöße verarbeitet das Gehirn neue Informationen, die dir letztendlich bei der eigenen Lösungsfindung nützen. Der nächste Geistesblitz wartet vielleicht schon zwischen den Zeilen …

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📌 Sich Tagträumereien hinzugeben und zu erlauben, auch mal unproduktiv zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung, um Lösungen auf den Weg zu bringen. Denn ein angespannter Geist kommt zu keinen guten Ergebnissen.

Deshalb schalte einfach mal ab und lass deine Gedanken wie Wolken ziehen, damit sie frischen Wind ins Denkstübchen bringen!

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Titelbild von Pixabay

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